Aus purer Lust am wahllosen Töten soll ein junger Mann in Berlin-Friedrichsfelde zwei Frauen nachts auf der Straße mit einem Messer attackiert und schwer verletzt haben. Rund sieben Monate später beginnt gegen den inzwischen 19-Jährigen am Montag (12.00 Uhr) ein Prozess wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung in Berlin. Die Staatsanwaltschaft geht vom Mordmerkmal der Mordlust aus - wer seine Opfer waren, habe für den jungen Mann keine Rolle gespielt.
Der Angeklagte soll am 1. Juni vergangenen Jahres nachts auf der Straße gegen 2.30 Uhr unvermittelt auf eine 20-Jährige eingestochen haben. Die junge Frau habe mehr als 70 Stich- und Schnittverletzungen erlitten, so die Staatsanwaltschaft. Auch ihre 52-jährige Mutter sei durch mehrere Stiche verletzt worden.
Als zwei Polizeibeamte, die gerade nicht im Dienst waren, zu Hilfe eilten, sei der damals 18-Jährige geflohen. Er wurde den Angaben zufolge zwei Tage später gefasst. Das Berliner Landgericht hat für den Prozess bislang neun Tage bis Ende Februar terminiert.