Lohnforderungen
Apothekenprotest: Notdienst statt Normalbetrieb am Montag

Die Apotheker wollen am Montag protestieren. (Symbolbild) Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Die Apotheker wollen am Montag protestieren. (Symbolbild) Foto
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Seit Jahren ist die Zahl der Apotheken rückläufig. Ein Faktor ist auch die aus Sicht der Apotheken unzureichende Bezahlung. Am Montag ist ein Protest angekündigt - mit Auswirkungen für die Kunden.

Wegen des bundesweiten Apothekerprotesttags werden am Montag viele Brandenburger Apotheken geschlossen bleiben. Allerdings würden alle Notdienstapotheken "uneingeschränkt geöffnet sein", sagte Gesundheitsminister René Wilke (SPD). Die Apotheker wollen mit ihrem Protest auf eine Vergütung aufmerksam machen, die in ihren Augen lange nicht an die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten angepasst wurde.

Während die Personal- und Sachkosten seit 2013 um rund 65 Prozent gestiegen seien, liege das packungsbezogene Honorar weiterhin bei 8,35 Euro, hieß es vom Apothekerverband. Der Koalitionsvertrag sehe eine Anhebung auf 9,50 Euro vor – eine verbindliche Umsetzung stehe jedoch noch aus. Verbandspräsidentin Tatjana Zambo sagte: "Die Apotheken dürfen jetzt nicht weiter hingehalten werden, denn die wirtschaftliche Situation vieler Apotheken ist dramatisch."

Die Vergütung der Apotheken wurde zuletzt vor 13 Jahren angepasst. Auch deshalb ist die Zahl der Apotheken in Deutschland stark rückläufig. Gab es in Brandenburg im Jahr 2013 noch 580 Apotheken, sind es aktuell nur noch 526.

dpa