Messflüge in Südbrandenburg
Per Hubschrauber orten Forscher eiszeitliche Rinnen

Von einem Hubschrauber aus soll eine Sonde der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe wichtige Erkenntnisse liefern ü
Von einem Hubschrauber aus soll eine Sonde der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe wichtige Erkenntnisse liefern über den Verlauf eiszeitlicher Rinnen im Untergrund. (Archivbild) Foto
© Julian Stratenschulte/dpa
Ein Hubschrauber im Tiefflug: Mit einer 10-Meter-Sonde am Helikopter untersuchen Wissenschaftler mehrere Tage lang im südlichen Brandenburg bei Elsterwerda den geologischen Untergrund.

Für die Erkundung von Eiszeit-Spuren im Untergrund lassen Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) einen Hubschrauber im Landkreis Elbe-Elster aufsteigen. Die Messflüge sollen aufzeigen, wo und wie durch eiszeitliches Schmelzwasser entstandene Rinnen verlaufen. "Es ist wichtig zu wissen, wo fließt das Grundwasser hin und wie schnell tut es das", sagte Wissenschaftler Thomas Hiller. 

Der Hubschrauber der BGR wird vom 16. bis 21. April im südlichen Brandenburg, nördlich und östlich von Elsterwerda, unterwegs sein. Die Messflüge zur Erkundung geologischer Strukturen starten laut BGR jeweils vom Flugplatz Riesa-Göhlis in Sachsen aus. Die Untersuchungen gehören zu einem Forschungsprojekt über Bergbaufolgen.

Der Hubschrauber soll in rund 40 Metern Höhe eine zehn Meter lange Elektromagnetik-Sonde über den Grund schleppen, wie die Forschungseinrichtung ankündigte. Dabei werden Radiowellen in verschiedenen Frequenzbereichen in den Untergrund gesendet. Die Sonde könne aufgrund wieder empfangener Bodensignale schließlich Hinweise auf die Existenz der sogenannten glazialen Rinnen liefern. Die während der Eiszeit entstandenen Formen im Untergrund sind im Zusammenhang mit dem Transport von Grundwasser von Bedeutung. 

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe hat ihren Hauptsitz in Hannover, aber auch eine Außenstelle in Cottbus.

dpa