Von einer bundesweiten Aktion gegen die CDU beim Kartendienst Google Maps sind auch mindestens vier Berliner Parteibüros betroffen. Wer dort am Donnerstag die CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick suchte, sah bei den Treffern den Eintrag "CDU Eierhaus Treptow-Köpenick". Der Marker auf der Karte selbst war als "CDU kleine Eierhaus Fraktion" gekennzeichnet.
Eine Maps-Suche nach dem CDU-Kreisverband Treptow-Köpenick sowie den Ortsverbänden Neu-Tempelhof und Kreuzberg ergab ebenfalls Treffer mit dem Zusatz "CDU Eierhaus". Die Marker auf der Karte enthielten diesen Zusatz indes nicht.
Auch in anderen Teilen Deutschlands tauchte diese Form der "Umbenennung" vielfach auf, über die zuvor die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet hatte. Betroffen waren neben CDU- auch CSU-Geschäftsstellen.
Hintergründe noch unbekannt
Urheber und Hintergründe der Aktion sind offen. Medien stellten einen Zusammenhang her mit Protesten junger Leute gegen die Wehrpflicht. Bei einer Schüler-Demonstration gegen die Wehrpflicht Anfang März in Berlin hatte eine 18-Jähriger ein Plakat mit der Aufschrift: "Merz leck Eier" getragen. Die Polizei teilte anschließend mit, dass sie gegen den jungen Mann wegen Verdachts der Verleumdung von Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz ermittelt.
Die Berliner CDU äußerte sich zunächst nicht zu der "Eier-Aktion". Google erklärte auf dpa-Anfrage, man sei bemüht, Google Maps so aktuell wie möglich zu halten und Nutzerinnen und Nutzern korrekte Informationen anzuzeigen. Fehlerhafte Informationen könnten mit Hilfe des Feedback-Buttons gemeldet werden.