Berlins Innensenatorin Iris Spranger ist froh, dass die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen zu dem Brandanschlag auf die Stromversorgung in Teilen Berlins übernommen hat. "Wir sprechen von einem linksterroristischen Anschlag auf unser Stromnetz, hochkonspirativ vorbereitet und mit erheblicher krimineller Energie ausgeführt", sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.
"Das ist ein Angriff auf unsere Sicherheit. Lebensgefahr für ältere Menschen und vulnerable Gruppen wurden als Kollateralschaden von den Tätern in Kauf genommen." Spranger und auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatten schnell von "Linksterrorismus" gesprochen.
Nach dem Brandanschlag an einer Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, zu dem sich eine linksextremistische Gruppierung bekannte, waren am Samstagmorgen im Südwesten Berlins zunächst 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen ohne Strom. Nach Angaben des Betreibers Stromnetz Berlin werden voraussichtlich erst Donnerstagnachmittag alle Haushalte wieder am Netz sein.