Der Islamische Staat ist militärisch längst besiegt, doch vier Männer sammeln weiter Spenden für die Terrormiliz. Das Hanseatische Oberlandesgericht missbilligt das mit einem deutlichen Urteil.
Wegen Spendensammlungen für die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sind vier Männer in Hamburg zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Das Oberlandesgericht in der Hansestadt verhängte nach Angaben einer Sprecherin am Dienst zwischen vier Jahren und neun Monaten sowie achteinhalb Jahren Gefängnis, wobei in einem Fall vorherige Strafen aus einem anderen Prozess einbezogen wurden. Laut Anklage hatten sie unter anderem durch Aufrufe in sozialen Medien rund 240.000 Euro gesammelt.
Mehr als 50 Verhandlungstage hat das Oberlandesgericht in Jena die schweren Vorwürfe gegen drei Männer aus der rechten Szene untersucht. Nun hat der Generalbundesanwalt seine Strafforderung gestellt.
Im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Beschaffung von Waffen für Anschläge in Europa hat die Bundesanwaltschaft einen weiteren Tatverdächtigen festnehmen lassen. Der im Libanon geborene Kamel M. soll der islamistischen Hamas angehören, wie die Karlsruher Behörde am Dienstag mitteilte. Er soll einem bereits im Herbst festgenommenen Komplizen 300 Stück scharfe Munition geliefert haben.
Die Anklage forderte Haft, die Verteidigung Freispruch. Das Oberlandesgericht in Koblenz hat über die Zukunft eines 46-Jährigen und die Frage nach seiner Rolle beim IS entschieden.