Tag der Arbeit
Gewerkschaften machen gegen Stellenabbau mobil

Der Tag der Arbeit - ein Tag des Protests der Gewerkschaften, wie hier in Berlin. Foto: Carsten Koall/dpa
Der Tag der Arbeit - ein Tag des Protests der Gewerkschaften, wie hier in Berlin. Foto
© Carsten Koall/dpa

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Mit Fahnen und Trillerpfeifen auf die Straße: In Berlin und Brandenburg demonstrieren tausende Menschen aus Sorge vor Stellenabbau und Jobverlust.

Am Tag der Arbeit haben in Berlin und Brandenburg viele tausend Menschen gegen Stellenabbau und Kürzungen bei Sozialleistungen protestiert. An der Demonstration und Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) beteiligten sich in der Hauptstadt nach Gewerkschaftsangaben rund 12.000 Menschen. Sie gingen bei sonnigem Wetter unter dem Motto "Erst unsere Jobs, dann eure Profite" auf die Straße. Auch in Brandenburg gab es Gewerkschafts-Demonstrationen zum 1. Mai, darunter in Cottbus und Potsdam. 

Protest auch gegen Rentenkürzungen

"Angriffe auf den 8-Stunden-Tag, Rentenkürzungen, Arbeitsplatzabbau: Wir Beschäftigte zahlen nicht die Zeche für Versäumnisse der Politik und Fehlentscheidungen der Wirtschaft", sagte die Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Katja Karger. Sie forderte: "Schluss mit Tarifflucht, Lohndumping und miesen Arbeitsbedingungen."

Zur Rentendebatte sagte der Bundesvorsitzende der IG BAU, Robert Feiger: "Wer von den Menschen verlangt, bis 67 oder länger zu arbeiten, hat keine Ahnung von der Realität. Über 40 Jahre Arbeit auf dem Bau, das ist ein Knochenjob!" Wer die gesetzliche Rente kleinrede, stelle die Lebensleistung von Millionen Beschäftigten infrage. 

In rund zwei Monaten soll die Rentenkommission ihre Vorschläge für eine grundsätzliche Reform vorstellen. Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte sich zuletzt offen für Änderungen beim Rentenalter in Deutschland.

dpa