Berlins Regierender Bürgermeister hat sich im Abgeordnetenhaus für eine Expo 2035 gemeinsam mit Brandenburg in Schönefeld ausgesprochen. "Ich glaube, eine Expo kann für die Metropolregion Berlin-Brandenburg einen richtigen Schub geben", sagte Wegner bei der jüngsten Plenarsitzung. "Wir sind im Austausch mit Brandenburg. Ich glaube, in Schönefeld ist die ideale Fläche für eine Expo."
Über die Frage, ob das Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel im Nordwesten Berlins eine geeignete Fläche für die Expo sei, gebe es offenkundig sehr unterschiedliche Auffassungen.
Wegner ist in Gesprächen mit dem Nachbarland
Auch das Gelände des früheren Flughafens Tempelhof und der Kienberg-Park in Marzahn-Hellersdorf seien in der Diskussion. Die ideale Fläche, auch von der Größenordnung, um Potenziale zu entwickeln für die Metropolregion, sei aber Schönefeld.
"Von daher fokussieren wir uns bei unseren Gesprächen auch mit Brandenburg auf diese Fläche", betonte der CDU-Politiker. "Und ich kann Ihnen sagen, auch wenn ich das eine oder andere Mal in Zeitungen auch was anderes lese: Wir sind in Gesprächen mit Brandenburg."
Wegner stand in den vergangenen Monaten immer wieder in der Kritik, sich nicht stark genug für eine Bewerbung um die Expo 2035 zu engagieren. Entsprechende Vorwürfe kamen aus der Berliner Wirtschaft. Auch Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) hat sich deutlich früher und klarer für eine Expo-Bewerbung ausgesprochen.
Kritiker halten Wegner vor, es gehe ihm um die Rücksichtnahme auf ein anderes Großprojekt, das er durch eine Expo-Bewerbung nicht gefährden wolle. Wegner betonte im Abgeordnetenhaus: "Die Priorität liegt bei Olympischen und Paralympischen Spielen."