Wichtiges Fest
Kreuzweg und Gottesdienste: Christen feiern Ostern

Die ökumenische Karfreitagsprozession durch Berlin-Mitte kann auf eine langjährige Tradition zurückblicken. (Archivbild) Foto: S
Die ökumenische Karfreitagsprozession durch Berlin-Mitte kann auf eine langjährige Tradition zurückblicken. (Archivbild) Foto
© Sebastian Christoph Gollnow/dpa
In Berlin und Brandenburg hoffen die Kirchen zum Osterfest auf viel Zulauf. Sie wollen dabei nicht nur an den Leidensweg Jesu Christi erinnern, sondern auch heutige Beschwernisse ansprechen.

Mit Gottesdiensten, Veranstaltungen und Konzerten feiern Christen in Berlin und Brandenburg an Ostern ihr wichtigstes Fest - und gedenken damit des Todes und der Auferstehung Jesu Christi. Bei den Veranstaltungen geht es außerdem auch darum, an Menschen in Not oder auf der Flucht und an Opfer von Kriegen zu erinnern.

Am Karfreitag, einem der ältesten Gedenktage des Christentums, stellen die Kirchen das Leiden und Sterben Jesu ins Zentrum. Passionsandachten und Prozessionen machen das Kreuz im öffentlichen Raum sichtbar. Die mittlerweile traditionelle ökumenische Karfreitagsprozession durch Berlins Mitte steht dieses Jahr nach Kirchenangaben unter dem Titel "Wenn die Seele leidet" und nimmt das seelische Leiden vieler Menschen in den Blick. 

Karfreitagsprozessionen erinnern an Leid

Die Prozession, an der sich in den vergangenen Jahren jeweils Hunderte Menschen beteiligten, führt ab 11.00 Uhr von der St. Marienkirche nahe dem Alexanderplatz durch Mitte via Unter den Linden und Bebelplatz. Sie endet mit einem Abschluss-Segen in der Sankt Hedwigs-Kathedrale. Dabei sind der evangelische Berliner Landesbischof Christian Stäblein, Erzbischof Heiner Koch von der katholischen Kirche sowie Bischof Emmanuel von Christoupolis für die griechisch-orthodoxe Kirche.

Auch in Potsdam ziehen Christen am Karfreitag durch die Innenstadt. Die evangelische Schweigeprozession umfasst sieben Stationen, an denen auch mit Liedern und Texten an den Leidensweg Jesu am Kreuz erinnert wird. Sie führt nach dem 10.00 Uhr-Gottesdienst von der St. Nikolaikirche zur Nagelkreuzkapelle. Dort endet sie mit Abschlussgebet und Segen.

Bischöfe predigen am Sonntag  

Am Ostersonntag predigt der evangelische Bischof Stäblein ab 10.00 Uhr im Festgottesdienst mit Abendmahl im Berliner Dom. In der Berliner Sankt Hedwigs-Kathedrale findet ab 10.00 Uhr ein Pontifikalamt mit Erzbischof Koch statt, das im RBB auf Radio 3 übertragen wird. 

In seiner Osterpredigt verweist Koch darauf, dass Gott Menschen auch in schweren Zeit Halt und Kraft geben könne. "Gerade in einer Zeit mit so viel Krieg und Elend, in einer Zeit gefüllt mit so viel Verzweiflung und Wirrsinn, in einer Zeit der Gewalt und des Terrors bekennen und hoffen wir auf den Auferstandenen, der mitten in dieser oft so furchtbaren und widersprüchlichen Welt gegenwärtig ist", heißt es im vorab verbreiteten Manuskript.

dpa