50. Verhandlungstag
Zeugin aus Israel soll im Block-Prozess gehört werden

Im Prozess gegen Christina Block will das Hamburger Landgericht eine Zeugin aus Israel vernehmen. (Archivbild) Foto: Georg Wendt
Im Prozess gegen Christina Block will das Hamburger Landgericht eine Zeugin aus Israel vernehmen. (Archivbild) Foto
© Georg Wendt/dpa-Pool/dpa

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Im Hamburger Block-Prozess steht die Vernehmung einer wichtigen Zeugin auf dem Programm. Die Israelin soll selbst an der Entführung der Kinder beteiligt gewesen sein.

Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder will das Landgericht Hamburg am Mittwoch (09.30 Uhr) eine Zeugin aus Israel befragen. Die Frau soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft an der Entführung der beiden Kinder in der Silvesternacht 2023/24 beteiligt gewesen sein. Laut Anklage war sie "die rechte Hand" des Chefs der Sicherheitsfirma, die für die Entführung verantwortlich gewesen sein soll.

Die angeklagte Mutter der Kinder, Christina Block, hat in ihrer Aussage vor Gericht erklärt, dass sie mit der Israelin unter dem Namen Olga befreundet war. Das Gericht gehe davon aus, dass die Zeugin persönlich erscheinen wird, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Für die Staatsanwaltschaft ist die Zeugin eine Beschuldigte. Die Behörde hat sie bereits im Januar vernommen. Für ihre Aussagen in Hamburg wurde ihr sicheres Geleit zugesagt.

Die Hamburger Unternehmerin Christina Block ist angeklagt, nach einem langen Sorgerechtsstreit die israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, ihren damals zehnjährigen Sohn und die 13 Jahre alte Tochter vom Wohnort ihres Ex-Manns in Dänemark nach Deutschland zu entführen. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette "Block House", Eugen Block, beteuert ihre Unschuld.

dpa