Hamas-Überfall auf Israel
Bericht enthüllt grausame Einzelheiten über sexuelle Gewalt am 7. Oktober

Trauernde mit Bilder der Opfer des Hamas-Angriffs
Opfer des Hamas-Angriffs auf das Musikfestival „Supernova“. Nun wird deutlich, wie systematisch die Terroristen vor allem Frauen misshandelten, vergewaltigten und töteten (Archivbild)
© Ilia Yefimovich / DPA

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Der Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 schockte die Welt. Nun fasst ein Bericht zusammen, wie systematisch die Terroristen sexualisierte Gewalt einsetzten.

Bei dem Hamas-Terrorangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 sowie während der anschließenden Geiselhaft ist es laut einer Untersuchung zu systematischer sexualisierter Gewalt gekommen. Eine israelische Zivilkommission hat nach mehr als zweijähriger Arbeit ihren Abschlussbericht vorgelegt. Der rund 300 Seiten lange Bericht stützt sich unter anderem auf Zeugenaussagen, Video- und Fotomaterial sowie forensische Analysen.

In dem Bericht ist die Rede von „Vergewaltigung und Gruppenvergewaltigung, sexueller Folter und Verstümmelung, erzwungener Nacktheit, Hinrichtungen im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt, sexualisierten Übergriffen an Leichen sowie sexualisierten Angriffen in Anwesenheit von Familienangehörigen“. 

Insgesamt seien 13 wiederkehrende Muster sexualisierter Gewalt an verschiedenen Orten und in unterschiedlichen Phasen der Angriffe festgestellt worden, hieß es in einer Mitteilung der Kommission. Dazu gehörten auch Fälle anhaltender sexualisierter Gewalt während der Geiselhaft. Die Kommission spricht von einem weit verbreiteten und systematischen Muster und nicht von Einzelfällen. 

Schlimmstes Massaker der Hamas in Israel löste verheerenden Gaza-Krieg aus

Am 7. Oktober 2023 töteten die islamistische Terrororganisation Hamas und andere extremistische Gruppierungen rund 1200 Menschen in israelischen Grenzgemeinden und auf einem Musikfestival. Mehr als 250 weitere Menschen wurden in den Gazastreifen verschleppt. Der Angriff - das schlimmste Massaker in Israels Geschichte – löste den verheerenden Krieg im Gazastreifen aus. Bei den israelischen Angriffen wurden nach palästinensischen Angaben Zehntausende Menschen getötet. 

Die Kommissionsleiterin Cochav Elkajam Levy sprach von jahrelanger Auswertung schwer belastender Beweise. Diese seien in einem speziellen „Archiv für Kriegsverbrechen“ gesichert worden. Ziel sei es, die Vorgänge umfassend zu dokumentieren und strafrechtlich nutzbar zu machen. Die Hamas bestreitet die Vorwürfe sexualisierter Gewalt. Die Ermittler betonen eine strenge Prüfung und Abgleichung aller Beweise. Die Kommission versteht den Bericht auch als Grundlage für mögliche Strafverfolgung.

DPA
pgo

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