Bildungsministerium
Chancen und Probleme durch offene Schulhöfe in Hamburg

Auf vielen Schulhöfen können alle Kinder bis 20 Uhr spielen (Archivbild). Foto: David Young/dpa
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Die meisten Hamburger Schulhöfe sind nach Schulschluss für alle offen. Ein "Gewinn für Hamburgs Familien", laut der Bildungssenatorin. Doch hohe Vandalismus-Schäden fordern neue Sicherheitsideen.

Die Mehrheit der Schulhöfe in Hamburg ist außerhalb von Unterrichts- und Betreuungszeiten zum Spielen für alle geöffnet. Das ergab eine Erhebung der Hamburger Bildungs- und Familienbehörde. Demnach bleiben von 326 allgemeinbildenden Schulen in Hamburg 58 Prozent der Schulhöfe in Grundschulen, 72 Prozent derer in Gymnasien und 82 Prozent der Höfe in Stadtteilschulen bis 20.00 Uhr geöffnet. Sporthallen und -plätze sind ab 17 Uhr für den Vereinssport vorgesehen, teilt die Behörde mit. 

Grundlage für die Möglichkeit zur öffentlichen Nutzung sind Rahmenvereinbarungen zwischen der Bildungsbehörde und den Bezirksämtern.  Wenn Bedarf besteht, sollen in der unterrichtsfreien Zeit je nach Lage, Beschaffenheit und Ausstattung der Schulhöfe und Schulsportplätze, diese als Kinderspielplätze nutzbar sein. "Offene Schulhöfe sind ein Gewinn für Hamburgs Familien und stehen für eine familienfreundliche Stadt", erklärt Bildungssenatorin Ksenija Bekeris (SPD). 

2,65 Millionen Euro Vandalismus-Schäden an Schulhöfen 

Mit der Öffnung kommen jedoch auch Herausforderungen: Die Sicherheit der Plätze muss gewährleistet sein, es kann zur Lärmbelastung der Nachbarn kommen, zur Verschmutzung und Aufenthalten von obdachlosen Menschen. Die Senatorin ruft zudem dazu auf, bei Vandalismus und Diebstahl nicht wegzusehen. Allein 2025 entsteht durch Vandalismus an Schulen ein Schaden von 2,65 Millionen Euro in Hamburg. Um das zu verhindern werden Sicherheitsmaßnahmen wie elektronische Schließsysteme, Alarmierungsanlagen, eine stärkere Beleuchtung und gegen Graffiti Beschichtungen von mit einer abwaschbaren Oberfläche angewandt.

dpa