Zug-Unfall
ICE kollidiert mit Oberleitung: Mehr als 400 Menschen müssen evakuiert werden

Mehr als 400 Menschen müssen nahe Lüneburg aus einem ICE befreit werden (Symbolbild)
Mehr als 400 Menschen müssen nahe Lüneburg aus einem ICE befreit werden (Symbolbild)
© ImageBROKER/Helmut Meyer zur Capellen / Imago Images

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Nahe Lüneburg prallt ein ICE gegen eine Oberleitung. 460 ICE-Reisende sitzen fest, die Evakuierung läuft. Der Vorfall sorgt für starke Einschränkungen im Nah- und Fernverkehr.

Ein ICE ist bei Bardowick nahe Lüneburg gegen eine gerissene Oberleitung geprallt. Wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte, sitzen derzeit noch etwa 460 Reisende in dem Zug, der auf dem Weg nach München war, fest. Die Evakuierung über einen anderen Zug läuft derzeit. Das gestaltet sich nicht ganz einfach: Wegen der Oberleitungs-Spannung von etwa 15.000 Volt bestehe potenziell Lebensgefahr, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn. 

Weil es in dem stehenden Zug in der Sonne sehr warm geworden sei, hätten fünf Menschen medizinisch betreut werden müssen, sagte der Sprecher der Bundespolizei. Die Betroffenen hätten Kreislaufstörungen erlitten.

Der Vorfall sorgt auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin für längere Fahrzeiten und Verspätungen. Züge werden aktuell über Hannover umgeleitet. Auch die Linien RE3 und RB31 der Metronom-Regionalzüge sind von dem Oberleitungsschaden betroffen. Hier komme es auf der Strecke zwischen Hamburg-Lüneburg-Uelzen aktuell zu massiven Verspätungen und Teilausfällen, teilte das Verkehrsunternehmen auf seiner Website mit. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet.

ICE-Unfall nahe Lüneburg: Reisende müssen evakuiert werden

Wie lange die Evakuierung noch dauert, sei bislang unklar, sagte der Bundespolizeisprecher. Auch die Ursache für den Oberleitungsschaden ist bislang unbekannt. Bahnreisende werden gebeten, sich vor Fahrtantritt über die aktuellen Abfahrt- und Ankunftszeiten zu informieren. 

Zusätzlich kam im niedersächsischen Winsen eine gestörte Weiche dazu, wie das Verkehrsunternehmen Metronom mitteilte. Das bedeute „noch höhere Verspätungen und noch mehr Einschränkungen“. Ein Sprecher sagte, die Züge führen nur bis Winsen, ein Ersatzverkehr von dort sei eingerichtet.

DPA
wt

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