Finanzen
Stadt zahlt 160 Millionen Euro für Flüchtlinge in Hotels

Die Unterbringung von Flüchtlingen in Hamburger Hotels kostete vergangenes Jahr rund 160 Millionen Euro. (Symbolbild) Foto: Sven
Die Unterbringung von Flüchtlingen in Hamburger Hotels kostete vergangenes Jahr rund 160 Millionen Euro. (Symbolbild) Foto
© Sven Hoppe/dpa

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Die AfD-Fraktion beklagt, die Ausgaben führten zu Haushaltslöchern. Der Senat will die Schutzsuchenden anderweitig unterbringen, wie es in einer Antwort an die Oppositionsfraktion heißt.

Für die Unterbringung von Asylsuchenden in Hotels hat die Stadt Hamburg vergangenes Jahr rund 160 Millionen Euro ausgegeben. Im Vergleich zu 2024 sind die Kosten um annähernd 30 Millionen Euro gesunken, wie aus einer Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervorgeht. Die Zahlen setzen sich aus den Beherbergungs- und Cateringkosten zusammen. Zuerst hatte das Onlineportal "Nius" berichtet. 

Laut Senat hat die Stadt erstmals Ende Februar 2022 ein Hotel zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt. Seitdem seien weitere Standorte hinzugekommen. Die Gesamtausgaben hätten sich in dem Zeitraum auf annähernd 600 Millionen Euro summiert. 

Der haushaltspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Thomas Reich, kritisierte, Asylausgaben verursachten immer größere Haushaltslöcher.

Vom Senat hieß es, die Unterbringungskapazitäten hätten wegen des russischen Angriffskriegs erheblich ausgebaut werden müssen. Die zuständige Behörde verfolge das Ziel, die Asylsuchenden anderweitig unterzubringen.

dpa