Die oppositionelle Thüringer Linke-Fraktion hat erneut die Schaffung einer Arbeitskammer angeregt und will einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen. Details wollen der Vorsitzende Christian Schaft und die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linke-Fraktion, Lena Saniye Güngör, am Mittwoch vorstellen.
Grund für den Vorstoß seien zunehmender Druck auf Beschäftigte, der Wegfall tarifgebundener Arbeitsplätze und drohende Kürzungen im Bereich des Sozialstaates, wie die Linke-Fraktion mitteilte. Mit einer Arbeitskammer soll "der Wirtschaftslobby eine Stimme der Beschäftigten" entgegengesetzt werden, hieß es. In Bremen und im Saarland gibt es bereits Arbeitskammern.
Die Linke-Fraktion ist im Thüringer Landtag nach AfD, CDU und BSW viertstärkste Kraft und in der Opposition. Die Landesregierung wird von einer Koalition aus CDU, BSW und SPD gestellt.