Frostige Temperaturen Brrrr! Warum fühlt es sich noch kälter an als es ist?

Kalter Wind sorgt derzeit für ein eisiges Temperaturempfinden. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
Kalter Wind sorgt derzeit für ein eisiges Temperaturempfinden. Foto
© Daniel Bockwoldt/dpa
Draußen fühlt es sich bitterkalt an - doch das Thermometer zeigt "nur" einstellige Minusgrade. Warum wir derzeit besonders frieren und welche Tiere ein gutes Vorbild bei Glätte sind.

Den Schal über die Nase gezogen, Hände tief in den Manteltaschen - so wappnen sich viele Menschen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gegen die Eiseskälte. Mit einstelligen Minus-Temperaturen ist es sehr kalt. Es fühlt sich sogar noch viel kälter an. Warum ist das so?

Kalter Wind mit Folgen

Grund dafür ist der Wind, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erklärt. "Dieser kühlt die Haut nochmal schneller aus." Der sogenannte Windchill-Effekt beschreibt die gefühlte Temperatur, die oft deutlich unter dem gemessenen Wert liegt. "Bei starkem Wind können sich minus fünf Grad schnell wie minus 15 Grad anfühlen," so der Wetterexperte.

Mit Pinguin-Gang gegen die Glätte 

Auch in den kommenden Tagen bleibt es den drei Bundesländern kalt. Nach den Vorhersagen sind wiederholt Schneefälle möglich, örtlich kann der Schnee auch in gefrierenden Regen übergehen. Besonders in Mecklenburg-Vorpommern wird teils strenger Frost erwartet. In Schleswig-Holstein und Hamburg ist es etwas weniger kalt, bleibt dafür aber windig. Die Glatteisgefahr bleibt entsprechend bestehen.Autofahrerinnen und -fahrer sollten daher langsam und äußert vorsichtig fahren. Wer zu Fuß unterwegs ist, kann sich ein Beispiel an Pinguinen nehmen und kleine, langsame Schritte machen, wie die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie empfiehlt. Gut ist, den Fuß dabei möglichst flach aufzusetzen statt ihn abzurollen.

Immerhin: Ganz so kalt wie in den vergangenen Tagen wird es vorerst vermutlich nicht mehr. Die Temperaturen haben ihren Tiefpunkt erreicht, wie der Meteorologe sagte. "Ab heute geht es schon leicht bergauf."

dpa