Kriminalität Ladendieb zeigt Hitlergruß am Hauptbahnhof – LKA ermittelt

Die Bundespolizei stellte einen mutmaßlichen Ladendieb, der verfassungsfeindliche Gesten gemacht und den Ladenbesitzer rassistis
Die Bundespolizei stellte einen mutmaßlichen Ladendieb, der verfassungsfeindliche Gesten gemacht und den Ladenbesitzer rassistisch beleidigt haben soll. (Symbolbild) Foto
© Marcus Brandt/dpa
Ein mutmaßlicher Ladendieb wird erwischt – laut der Polizei beleidigt er rassistisch und zeigt sogar den Hitlergruß. Warum der Fall am Hauptbahnhof jetzt das LKA beschäftigt.

Nach einem mutmaßlichen Ladendiebstahl im Hamburger Hauptbahnhof ermittelt die Polizei wegen gleich mehrerer Straftaten gegen einen 42-jährigen Mann. Ihm werden unter anderem rassistische Beleidigung und das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vorgeworfen, wie die Bundespolizei mitteilte.

Der Mann soll am Dienstagabend in einem Drogeriemarkt zwei Flaschen Wein im Wert von rund 24 Euro in seine Jackentaschen gesteckt und das Geschäft verlassen haben, ohne zu bezahlen. Ein Mitarbeiter hielt ihn daraufhin an. Dabei soll der Mann den Angestellten aufgrund dessen Hautfarbe massiv rassistisch beleidigt haben.

Beschuldigter bereits polizeibekannt

Der Verdächtige wurde bis zum Eintreffen einer Bundespolizeistreife festgehalten. Auch gegenüber den Einsatzkräften verhielt sich der Mann demnach aggressiv und begrüßte die Beamten mit einem Hitlergruß und dem Ausruf "Sieg Heil". Das Diebesgut wurde sichergestellt und an den Kaufhausdetektiv übergeben.

Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass der Beschuldigte bereits polizeibekannt ist. Gegen ihn wurden Strafverfahren eingeleitet, nach Abschluss der Maßnahmen wurde der Mann entlassen. Die weiteren Ermittlungen hat das Landeskriminalamt übernommen.

dpa