Die Lufthansa Technik bereitet sich wegen der Krise im Nahen Osten auf Ausfälle vor. Wie stark die Krise das Geschäft beeinflussen werde, hänge entscheidend davon ab, wie lange der Konflikt anhalte und wie er sich auf die Kunden auswirke, sagte Finanzvorstand Christian Leifeld. "Bislang hatte die Krise noch keinen signifikanten Einfluss auf unser Ergebnis. Wir sehen aber, dass erste Airlines ihre Flugkapazitäten reduzieren."
Beschäftigen uns mit unterschiedlichen Szenarien
Das wiederum könne sich auf die Wachstums- und Gewinndynamik des Wartungsunternehmens von Deutschlands größter Airline Lufthansa auswirken. "Wir beschäftigen uns daher mit unterschiedlichen Szenarien und treffen Vorkehrungen für das, was wir selbst in der Hand haben", sagte Leifeld. "Kostendisziplin steht auf unserer Tagesordnung ganz weit oben, bei unverändert hoher Kundenorientierung."
Im ersten Quartal sei der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um zwölf Prozent auf 2,3 Milliarden Euro gestiegen. Der Umsatzanteil von Kunden außerhalb der Lufthansa Group sei dabei von 73 auf 78 Prozent gestiegen. Rückläufig sei jedoch der Gewinn. So sei das operative Ergebnis vor Sondereffekten (bereinigtes Ebit) um zwei Prozent auf 158 Millionen Euro gesunken. Dadurch wiederum sei die Marge von 8 auf 7 Prozent gefallen.
Weiter Materialengpässe bei Triebwerksinstandhaltung
Hauptgründe waren den Angaben zufolge weiterhin Materialengpässe vor allem im Bereich der Triebwerksinstandhaltung, gestiegene Materialkosten und ein für das Unternehmen Technik im Vergleich zum Vorjahr ungünstigerer US-Dollar-Kurs. Lufthansa Technik gilt mit seinen weltweit mehr als 23.000 Beschäftigten als ein international führender Anbieter flugzeugtechnischer Dienstleistungen. Diese reichen von der Wartung und Reparatur bis hin zur Modifikation ganzer Flugzeuge und zu einer digitalen Flottenbetreuung.