Medizinische Versorgung Zahl der Hausärzte in Hamburg leicht gesunken

In Hamburg ist die Zahl der Hausärztinnen und -ärzte leicht gesunken. (Symbolbild) Foto: Sebastian Kahnert/dpa
In Hamburg ist die Zahl der Hausärztinnen und -ärzte leicht gesunken. (Symbolbild) Foto
© Sebastian Kahnert/dpa
Bei Haus- und Facharztpraxen liege Hamburg statistisch gesehen im Bereich der Überversorgung, erklärt die Kassenärztliche Vereinigung. Bei Hausärztinnen und -ärzten gab es einen leichten Rückgang.

In Hamburg arbeiten derzeit etwas weniger Hausärztinnen und Hausärzte als im Jahr zuvor. Das erklärt die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg (KVHH) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Waren es am 1. Juli 2024 demnach noch 1.315 Hausärztinnen und Hausärzte, so waren es ein Jahr später noch 1.307. Davon arbeiten einige Medizinerinnen und Mediziner in Teilzeit, deshalb liegt die Zahl der sogenannten Vollzeitäquivalente niedriger. Sie sank von 1.166,55 auf 1.142 in diesem Jahr.

Hohe Dichte von Arztpraxen

Bei der Planung der ambulanten Versorgung stelle Hamburg nach der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses eine einheitliche Planungsregion dar. "Alle Fachbereiche liegen statistisch gesehen im Bereich der Überversorgung", sagt KVHH-Sprecherin Marthe Hartig. 

Da es sich bei Stadtteil- und Bezirksgrenzen um willkürliche Grenzziehungen handele, die von Menschen im täglichen Leben überschritten werden, bilde eine kleinräumige Betrachtung – etwa auf Stadtteilebene – die Versorgungsrealität nie adäquat ab. Es müssten immer auch die umliegenden Stadtteile betrachtet werden.Auch bei den Fachärzten liege Hamburg statistisch gesehen im Bereich der Überversorgung, erklärt die KVHH. In den vergangenen Jahren habe Hamburg im Bundesländervergleich stets eine sehr hohe Dichte von Ärzten und Psychotherapeuten gehabt.

Zahl der Hausarztpraxen in Schleswig-Holstein gewachsen

Im Nachbarland Schleswig-Holstein hat sich die Versorgung mit Hausärztinnen und -ärzten verbessert. Das nördlichste Bundesland sei das Flächenland in Deutschland mit der geringsten Anzahl an freien Hausarztstellen, erklärt die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

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Aktuell gebe es 1.947 Hausarztstellen in Schleswig-Holstein. 48,5 freie Stellen können derzeit besetzt werden. Das seien deutlich weniger als noch vor zwei Jahren. Im Januar dieses Jahres seien es noch 59,5 freie Hausarztstellen gewesen, im April 2024 waren es 68,5 und 2023 sogar 76,5.

"Damit konnten in den vergangenen zwei Jahren 20 Hausarztstellen in Schleswig-Holstein besetzt werden, was einem Rückgang an freien Stellen um etwa 30 Prozent entspricht", erklärt KVSH-Sprecher Nikolaus Schmidt.

dpa

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