Mehrjährige Ermittlungen Durchsuchungen in Hamburg – Drogengelder in Millionenhöhe

Die Ermittlungen dauern an. (Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte/dpa
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Mehr als 2,9 Millionen Euro sollen zwei 21-Jährige laut Polizei für eine Bande transferiert haben. Jetzt durchsuchte die Polizei eine Wohnung in Hamburg und fand Bargeld sowie Beweismittel.

Wegen mutmaßlicher Drogengelder ist nach Angaben der Polizei in Hamburg-Bahrenfeld die Wohnung zweier 21-Jähriger durchsucht worden. Sie sollen die Gelder als Mitglieder einer Bande transferiert haben, teilte die Polizei mit. Gegen einen der Brüder erließ eine Richterin Haftbefehl, der andere blieb mangels Haftgründen auf freiem Fuß.

Laut der Polizei sollen die beiden die illegalen Einnahmen entgegengenommen und an unbekannte Dritte weitergeleitet haben – entweder zur Finanzierung weiterer Geschäfte oder zum Kauf von Wertgegenständen.

Zwischen Ende Juli und September sollen nach aktuellem Stand in mindestens 96 Fällen über 2,9 Millionen Euro eingegangen und größtenteils weitergeleitet worden sein. Bei der Wohnungsdurchsuchung entdeckten die Beamten mehr als 10.000 Euro Bargeld sowie weitere Beweismittel, die jetzt ausgewertet werden. Die Ermittlungen von Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft laufen weiterhin.

29-Jähriger im Verdacht

Bereits im September 2024 nahm das Drogendezernat drei Verdächtige vorläufig fest. Sie sollen in großem Stil mit Drogen gehandelt haben. Im Januar des vergangenen Jahres geriet zudem ein 29-Jähriger ins Visier der Ermittler.

Er stünde im Verdacht, als Teil einer Gruppe Kokain in mindestens dreistelliger Kilogrammmenge eingeführt und gehandelt zu haben. Daraufhin durchsuchten die Beamten mehrere Objekte in Rothenburgsort, nahmen den Mann vorläufig fest und brachten ihn in Untersuchungshaft. Auch hier erließ eine Richterin Haftbefehl, hieß es. Erst durch weitere Ermittlungen stießen die Fahnder auf die beiden 21-Jährigen, deren Wohnung nun durchsucht wurde.

dpa

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