"Geistloser Vandalismus" Unbekannte beschmieren Grab von Helmut Schmidt mit Hakenkreuzen

Mit orangenen Hakenkreuzen verunstalteter Grabstein von Loki und Helmut Schmidt
Nicht zum ersten Mal haben Vandalen die Kanzlerruhe von Helmut Schmidt auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg gestört
© NIBOR / Action Press
Das Grab des früheren Bundeskanzlers Helmut Schmidt und seiner Frau Loki wurde verunstaltet – schon wieder. Die Stiftung findet klare Worte.

Das Grab des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt und seiner Frau Loki ist in Hamburg erneut mit Hakenkreuzen beschmiert worden. Polizisten hätten die orangefarbenen Schmierereien auf der Grabplatte auf dem Friedhof Ohlsdorf unterdessen abgedeckt, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagabend. Zuvor hatten mehrere Medien über den Vorfall berichtet.

Mehrere Stiftungen verurteilten die Tat als "geistlosen Vandalismus". Die erschütternde Tat sei ein massiver Versuch, das Andenken der beiden zu beschädigen, teilte die Bundeskanzler Helmut Schmidt Stiftung mit – auch im Namen der Loki Schmidt Stiftung sowie der Helmut und Loki Schmidt-Stiftung.

"Sowohl Loki als auch Helmut Schmidt haben sich stets für Freiheit, Demokratie und Völkerverständigung eingesetzt. Menschenverachtende Gewaltherrschaft und Antisemitismus lehnten sie entschieden ab."

Hakenkreuze auf Helmut Schmidts Grab: nicht das erste Mal

Polizisten hatten die orangefarbenen Schmierereien auf der Grabplatte auf dem Friedhof Ohlsdorf zunächst abgedeckt, wie ein Polizeisprecher am Sonntagabend sagte. Später übersprühten Beamte sie mit gelber Farbe. Diese Farbe sowie die Schmierereien sollen noch im Laufe des Tages von Steinmetzen entfernt werden, wie eine Friedhofsprecherin sagte. 

Bereits im Dezember 2023 hatte es eine ähnliche Tat gegeben. "Es war die gleiche Grabplatte, die gleichen Hakenkreuze in der gleichen Farbe", sagte der Sprecher. Der Staatsschutz ermittelt.

Helmut Schmidt (SPD) war von 1974 bis 1982 Bundeskanzler. Er starb im November 2015, seine Ehefrau bereits 2010.

DPA
yks

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