Nach Bürgerentscheid
Tschentscher: Hamburg zieht Olympia-Bewerbung zurück

Tschentscher räumt Scheitern des Olympiareferendums ein. (Archivbild) Foto: Daniel Bockwoldt/dpa/Daniel Bockwoldt
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Peter Tschentscher zieht Hamburgs Olympia-Bewerbung nach dem negativen Referendum zurück. Der Bürgermeister bedauert die Entscheidung, will wichtige Projekte nun ohne Olympia-Rückenwind umsetzen.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hat das Scheitern des vom Senat angestrebten Olympiareferendums eingestanden. „Die Hamburgerinnen und Hamburger haben entschieden, dass sich die Freie und Hansestadt Hamburg nicht um Olympische und Paralympische Sommerspiele bewerben soll“, sagte der SPD-Politiker am Abend noch vor Abschluss der Stimmenauszählung.

Das Votum ist für den rot-grünen Senat verbindlich. „Ich habe dem Präsidenten des DOSB, Thomas Weikert, sowie dem Vertreter Deutschlands beim IOC, Michael Mronz, soeben mitgeteilt, dass Hamburg seine Olympia-Bewerbung zurückzieht.“

Tschentscher will Projekte ohne Olympia-Rückenwind voranbringen

Tschentscher bedauerte das Votum, bedankte sich aber zugleich bei allen, „die das Ziel, die Spiele nach Hamburg zu holen, unterstützt haben“. Aus dem ebenfalls gescheiterten Referendum von 2015 habe man gewusst, dass die Skepsis gegenüber Olympia in Hamburg größer sei als in anderen Städten. 

„Gleichwohl haben wir uns dafür entschieden, weil Olympische und Paralympische Spiele nach den heutigen Bedingungen eine große Chance für alle sind.“ Sie hätten vielen Entwicklungen Rückenwind gegeben, die man nun auch ohne Olympia erreichen wolle. 

„Genau das ist jetzt unser Auftrag. Wir werden unsere Ziele in der Stadtentwicklung und die Umsetzung der großen Infrastrukturprojekte, für die wir die Unterstützung der Bundesregierung benötigen, jetzt auch ohne Olympia mit aller Kraft verfolgen“, sagte der Bürgermeister.

dpa

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