Tiere
Hirsche erfolgreich ins Wildgehege Klövensteen umgesiedelt

Drei Damwildhirsche haben im Wildpark Klövensteen ein neues Zuhause gefunden. (Symbolbild) Foto: picture alliance / dpa
Drei Damwildhirsche haben im Wildpark Klövensteen ein neues Zuhause gefunden. (Symbolbild) Foto
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Nachdem der Tierschutz für die Hirsche im Hirschpark in Nienstedten nicht mehr zu gewährleisten war, siedelte das Bezirksamt Altona die Tiere um. Das neue Gehege soll deutlich artgerechter sein.

Die Damwildhirsche vom Hamburger Hirschpark haben im Wildgehege Klövensteen ein neues Zuhause gefunden. Die drei Tiere hätten den Umzug gut überstanden, teilte das Bezirksamt Altona mit. Nun würden sie zunächst in einem kleinen abgetrennten Gehege der Rotwildanlage überwacht, ehe sie später das gesamte, sechs Hektar große Areal nutzen könnten.

Im alten Gehege war der Tierschutz nicht mehr zu gewährleisten

Die Umsiedelung war notwendig, da in ihrem alten Gehege - dem Hirschpark in Nienstedten - der Tierschutz nicht mehr zu gewährleisten war. Da dort keine Weibchen leben, kam es zur Brunftzeit zu teilweise heftigen Kämpfen unter den Hirschen. Ein Tier starb dabei, ein anderes musste nach Verletzungen eingeschläfert werden.

Aber auch so konnten die Hirsche im Hirschpark nicht ungestört leben. Die starke Frequentierung zu späten Abend- und Nachtstunden, die Anwesenheit von Hunden und fehlende Rückzugsorte stressten die Tiere sehr, wie das Bezirksamt mitteilte. Auch bauliche Maßnahmen in den Jahren 2023 und 2024 konnten den Schutz der Tiere nicht verbessern.

Altonas Bezirksamtsleiter Sebastian Kloth erklärte, das Wohl der Tiere und der Tierschutz stünden für das Bezirksamt an oberster Stelle. Mit dem Umzug ins Wildgehege Klövensteen gebe es jetzt eine nachhaltige und tierschutzgerechte Lösung, die den Bedürfnissen der Tiere langfristig gerecht werde.

Das neue Gehege ist deutlich größer

Das neue Wildgehege im Klövensteen ist deutlich weitläufiger und die Tiere können im Herdenverbund mit anderen Damwildhirschen leben. Da in dieser Herde auch Weibchen integriert seien, verlaufe das Zusammenleben der Tiere deutlich ruhiger und Brunftkämpfe träten deutlich seltener auf, teilte das Bezirksamt mit.

dpa