Verkehr Linke kritisiert vermehrte Ausfälle bei Hadag-Fähren

Die Linksfraktion der Bürgerschaft kritisiert die Ausfälle bei den Fähren der Hadag. (Archivbild) Foto: Marcus Brandt/dpa
Die Linksfraktion der Bürgerschaft kritisiert die Ausfälle bei den Fähren der Hadag. (Archivbild) Foto
© Marcus Brandt/dpa
Ob Brücke, Tunnel oder Fähre, die Hamburger Verkehrsverbindungen über die Elbe sind nicht immer verlässlich. Drohen die Menschen im südlichen Stadtteil Finkenwerder abgehängt zu werden?

Auf den Fährlinien der Hadag von und nach Hamburg-Finkenwerder am südlichen Elbufer häufen sich Angaben der Linken in der Bürgerschaft die Ausfälle. In den letzten vier Monaten des vergangenen Jahres seien auf der Linie 62 zwischen Landungsbrücken und Finkenwerder knapp 1.300 Fahrten ausgefallen, 400 mehr als im Vorjahr, hieß es in einer Pressemitteilung. Auf der Linie 64 zwischen Teufelsbrück und Finkenwerder seien weitere rund 450 Verbindungen entfallen, womit die Zahl nur leicht unter der des Vorjahreszeitraums liegt. 

"Die Menschen auf Finkenwerder dürfen nicht länger abgehängt werden. Die Hadag muss schnellstmöglich so ausgestattet werden, dass sie ihrem Auftrag zuverlässig nachkommen kann", erklärte die verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Heike Sudmann. Die Abgeordnete hatte eine Kleine Anfrage zu den Ausfällen gestellt. Die Hadag ist eine Tochter der städtischen Hochbahn AG.

Hadag: Angebot im Jahr 2025 um elf Prozent gesteigert

Eine Sprecherin des Unternehmens sagte, der Fährbetreiber habe in seinem gesamten Netz im Vergleichszeitraum rund 7.700 Fahrten mehr angeboten. Über das ganze Jahr 2025 sei das Angebot um elf Prozent gesteigert worden. Davon profitierten grundsätzlich auch die Verbindungen von und nach Finkenwerder. So seien auf der Linie 64 im Vergleichszeitraum etwa 600 Fahrten mehr pro Monat durchgeführt worden. 

Wo dennoch Fahrten entfielen, lägen die Ursachen meist in der winterlichen Witterung oder betrieblichen Einschränkungen. Die Sprecherin nannte Personalengpässe durch Schulungen und Krankheitsfälle sowie neue tarifliche Bestimmungen wie etwa Pausenzeiten. Die Hadag arbeitete weiter an der Stabilisierung des Betriebs. Im vergangenen Jahr seien elf Schiffsführer hinzugekommen. 

Zunächst hatte das "Hamburger Abendblatt" über das Thema berichtet.

dpa

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