Warnstreik Warnstreik von Beschäftigten im öffentlichen Dienst

Verdi unterstreicht die Forderungen vor der nächsten Gesprächsrunde mit einem Warnstreik. Foto: Markus Scholz/dpa
Verdi unterstreicht die Forderungen vor der nächsten Gesprächsrunde mit einem Warnstreik. Foto
© Markus Scholz/dpa
Warum setzen die Beschäftigten im öffentlichen Dienst auf Warnstreiks? Hintergrund sind laufende Tarifverhandlungen – mit klaren Forderungen und deutlicher Kritik der Arbeitgeberseite.

Mehr als Tausend Beschäftigte im öffentlichen Dienst des Landes Schleswig-Holstein haben sich an einem Warnstreik beteiligt. In Lübeck seien es rund 300 bis 350 Gewerkschaftsmitglieder gewesen, sagte ein Verdi-Sprecher. In Kiel gingen nach Angaben der Gewerkschaft 550 bis 600 Teilnehmer auf die Straße und in Schleswig seien es rund 350 gewesen.

Hintergrund sind die Tarifverhandlungen, die am Donnerstag und Freitag in Potsdam in einer zweiten Runde fortgesetzt werden sollen. Verdi verhandelt an Seite des Beamtenbunds DBB mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), dem Arbeitgeberverband der Länder. Die Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Geld im Monat und mindestens 300 Euro mehr. Der TdL-Verhandlungsführer, Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD), nannte die Forderung "astronomisch". 

Die Verhandlungen hatten am 3. Dezember in Berlin begonnen. Ein Verdi-Sprecher sagte, es gehe darum, vor der Verhandlungsrunde noch einmal ein deutliches Zeichen zu setzen.

dpa