Winter im Norden Was machen die Eisschollen auf der Elbe mit der Schifffahrt?

Viele Eisschollen treiben auf der Elbe in Hamburg. Foto: Marcus Brandt/dpa
Viele Eisschollen treiben auf der Elbe in Hamburg. Foto
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In den vergangenen Tagen war es in und um Hamburg so kalt, dass größere und kleinere Eisschollen auf der Elbe treiben. Sind diese eine Gefahr für den Schiffsverkehr?

Die seit Tagen auf der Elbe treibenden und an den Elbstränden aufgetürmten Eisschollen sind für viele Menschen ein Hingucker und perfektes Fotomotiv für Instagram und Co. Für die Schifffahrt ist die teils zugefrorene Elbe dagegen eine Herausforderung. Zum Erliegen bringt das den Verkehr auf der Elbe dagegen nicht, wie eine Sprecherin der Hamburg Port Authority (HPA) der Deutschen Presse-Agentur sagte. 

"Alle relevanten Hafengebiete werden kontinuierlich von den Eisbrechern der Flotte Hamburg abgefahren und freigehalten." Zudem sei auch der Lotsenversetzdienst ohne Einschränkungen in Betrieb.

Eis wird weniger 

Zudem werde das Eis auf der Elbe langsam weniger. Auf der Süderelbe gebe es mittlerweile weniger Eis. Sie sei "nicht mehr flächendeckend mit Eisschollen versetzt". Zwei Eisbrecher sorgen dort für freie Fahrt. Auf der Norderelbe sei im Vergleich zum Mittwoch ebenfalls weniger Eis zu beobachten. 

Dennoch ist das Passieren des Flusses nicht komplett risikofrei, wie die Sprecherin weiter sagte. "Es besteht aber für die Hafenschifffahrt weiterhin die Gefahr, auf einzelne, stärkere Eisfragmente zu treffen." Deshalb sei auf der Elbe allgemeine Vorsicht geboten.

Dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge bleibt es bis Samstag trüb, weitgehend trocken und frostig mit Temperaturen rund um den Gefrierpunkt. Dann könnten die Werte in der Nacht auf bis zu minus 5 Grad in Hamburg sinken.

dpa

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