Winterwetter im Norden 15. Großeinsatz der Saison für Hamburger Winterdienst

Der Winterdienst ist erneut mit mehr als 360 Fahrzeugen im Einsatz. (Archivbild) Foto: Marcus Brandt/dpa
Der Winterdienst ist erneut mit mehr als 360 Fahrzeugen im Einsatz. (Archivbild) Foto
© Marcus Brandt/dpa
Erneut sind Hunderte Einsatzkräfte des Winterdienstes in Hamburg unterwegs. Der Winterdienst rückt in diesem Winter ungewöhnlich oft zum Volleinsatz aus.

Wegen leichten Schneefalls im morgendlichen Berufsverkehr ist der Hamburger Winterdienst erneut im Großeinsatz gewesen. Seit 3.00 Uhr waren 728 Einsatzkräfte mit mehr als 360 Fahrzeugen unterwegs, wie die Stadtreinigung mitteilte. Es war bereits der 15. Volleinsatz seit Beginn der Wintersaison.

Zu vermehrten Glätteunfällen kam es nicht. Die Lage sei sehr ruhig, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Auch die Polizei stellte keine Auffälligkeiten im Unfallgeschehen fest. 

Stadtreinigung: Tausalz wirkungsvoller

Der Winterdienst räumte und streute am Morgen wieder wichtige Hauptverkehrsstraßen und Strecken mit Buslinienverkehr und Bushaltestellen. Auch wichtige Radwege werden von Schnee und Eis befreit. 

Die bis Mitte Februar geltende Aufhebung des Tausalzverbots auf Gehwegen helfe dem Winterdienst, sagte der Sprecher der Stadtreinigung, Kay Goetze. Abstumpfungsmittel wie Sand oder Splitt seien oft wirkungslos, wenn nach dem Streuen gleich wieder Schnee falle. 

Wird das Streusalz knapp?

Seit Anfang Januar sei der Winterdienst jeden Tag im Einsatz gewesen. Eine solche Wetterlage habe es seit etwa 15 Jahren nicht mehr gegeben, sagte Goetze. Trotz der zahlreichen Einsätze seien die Streumittelvorräte gut. Man habe in der Hochphase im Januar genügend Streumittel nachgeordert. 

Zum Wochenende ist der Winterdienst weiter gefordert. "Die nächsten drei Nächte werden super anspruchsvoll", sagte Goetze. Laut Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes könnte es in der Nacht zum Donnerstag wieder etwas schneien und in den Nächten zum Samstag und Sonntag in Hamburg und Schleswig-Holstein gebietsweise regnen.

dpa