Der SV Darmstadt 98 bleibt auch im zehnten Spiel in Serie ungeschlagen und mischt weiter eifrig im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga mit. Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt machte bei Hertha BSC einen 0:2-Rückstand zur Pause wett, am Ende hieß es vor 2:2 vor 35.756 Zuschauern im eisigen Olympiastadion.
Kapitän Fabian Reese (2. Minute) brachte die Berliner früh in Führung, Julian Eitschberger erhöhte (15.) auf 2:0. Per Foulelfmeter (39.) sorgte Fraser Hornby für den Anschlusstreffer, ehe der Schotte auch für das 2:2 (62.) sorgte. Für Hertha war es bereits das sechste Spiel hintereinander ohne Punkte-Dreier.
Hertha beginnt stark
Vor allem wegen mangelnder Chancenverwertung hatte es für die Berliner gegen Schalke und den KSC nur Unentschieden gegeben. Gegen die Hessen nutzten die Gastgeber dann schon die erste Gelegenheit. Marten Winkler setzte sich auf dem linken Flügel schön durch und flankte punktgenau auf den völlig frei stehenden Reese, der den Ball per Volley ins Tor wuchtete.
Hellwach blieben die Hausherren und kamen gegen harmlose Südhessen schnell noch zu weiteren Chancen. Eitschberger gewann erst einen Ball mit hohem Pressing, ließ seinen Gegenspieler mit einer Finte vorbeirutschen und verwandelte zu seinem ersten Profi-Tor für Hertha. In der 29. Minute verpasste Michaël Cuisance nach einem Abpraller nur knapp das 3:0. Doch ein Foul von Pascal Klemens brachte die Gäste zurück ins Spiel. Hornby verwandelte den fälligen Elfmeter ohne Probleme.
Nach der Pause waren die Lilien wesentlich besser im Spiel. Isac Lidberg verpasste seinen 13. Saisontreffer, dann aber war der Schotte Hornby nach einem flotten Spielzug zur Stelle und glich mit seinem siebten Tor in dieser Runde aus. Hertha dezimierte sich durch eine Rote Karte für Dawid Kownacki, der bei einem Konter Luca Marseiler ins Bein trat (70.). Lidberg traf dann noch per Kopfball das Lattenkreuz - zum Sieg reichte es für Darmstadt aber nicht.
Beim Einlass der Berliner Anhänger gab es dieses Mal keine Zwischenfälle. Vor zwei Wochen war es beim Spiel gegen Schalke im Olympiastadion zu Zusammenstößen von Hertha-Fans und der Polizei gekommen. Dieses Mal blieb es vor den Augen von Innensenatorin Iris Spranger (SPD) ruhig. "Wir sind absolut defensiv im Bereich der Ostkurve", sagte Polizeisprecher Florian Nath über die Taktik der Kräfte im Bereich der Hertha-Fans. Die protestierten mit Bannern und kurz auch beleidigenden Gesängen.