Heizkosten
Hessen heizt mehr, zahlt aber weniger als der Bundesschnitt

Im Januar haben Verbraucher in Hessen einer Auswertung zufolge gut vier Prozent mehr Energie für die Heizung als im Vorjahresmon
Im Januar haben Verbraucher in Hessen einer Auswertung zufolge gut vier Prozent mehr Energie für die Heizung als im Vorjahresmonat verbraucht. (Symbolbild) Foto
© Fernando Gutierrez-Juarez/dpa
Der Energiedienstleister Techem hat Daten aus fast 190.000 Wohnungen in Hessen ausgewertet. Welche Auswirkung hatte das kalte Januar-Wetter auf den Energieverbrauch der Heizungen?

Im kalten Januar haben Verbraucherinnen und Verbraucher in Hessen mehr geheizt als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus einer Auswertung des Energiedienstleisters Techem hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

Der Auswertung zufolge haben die Hessen im Vergleich zum Januar des Vorjahres 4,1 Prozent mehr Energie verbraucht - etwa Erdgas, Fernwärme und Heizöl. Der Verbrauch ist damit in Hessen deutlich schwächer als im Bundesschnitt gestiegen. Deutschlandweit lag die Zunahme bei 12,6 Prozent. In Brandenburg lag der Anstieg sogar bei 29,2 Prozent.

Techem aus Eschborn bei Frankfurt hat nach eigenen Angaben Verbrauchsdaten von nahezu zwei Millionen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern ausgewertet. In Hessen gingen Daten aus 186.345 Wohnungen in die Berechnung ein. 

Techem erwartet 1,9 Prozent höhere Kosten

Übergreifend über alle Energieträger rechnet Techem in Hessen mit einer Kostenzunahme von 1,9 Prozent im Vergleich um Januar 2025. Bundesweit schätzt Techem diesen Anstieg auf 10,3 Prozent. Die Kosten hat das Unternehmen aus dem Verbrauch und den Jahresdurchschnittspreisen der Energieträger errechnet.

Dass die Kosten schwächer als der Verbrauch steigen, hängt laut Techem damit zusammen, dass die Energiepreise im Mittel gefallen sind. 

Zuletzt hatten Berechnungen von Techem und dem Vergleichsportal Verivox ergeben, dass die Verbraucher schon im Gesamtjahr 2025 mit höheren Heizkosten rechnen müssen.

dpa