Frankfurt und die Rhein-Main-Region werden 2026 zur "World Design Capital" - nach Ansicht des hessischen Wirtschaftsministers kann davon das gesamte Bundesland profitieren. "Dies ist für ganz Hessen eine große Chance, die kreative und innovative Kraft der Region sichtbar zu machen und dauerhaft zu verankern", sagt Kaweh Mansoori (SPD).
"Denn Design und Kreativität sind für uns keine schöne Nebensache, sondern ein echter Zukunfts- und Standortfaktor." Der Titel setze ein starkes Signal nach Deutschland, Europa und in die Welt.
Die "World Design Organization" (WDO) mit Sitz im kanadischen Montreal würdigt seit 2008 Städte oder Regionen für ihren effektiven Einsatz von Design. Mit der Ernennung von Frankfurt und der Region Rhein-Main geht der Titel zum ersten Mal nach Deutschland.
Es soll um die 2.000 Projekte und Events geben
Das Motto für das gesamte Jahr lautet "Design for Democracy. Atmospheres for a better life" (Design für Demokratie, Atmosphären für ein besseres Leben). Fünf Kernthemen stehen im Laufe des Jahres im Mittelpunkt: Lebensräume, Bildung & Wissenschaft, Design & Wirtschaft, Partizipation sowie Politik & Design. Geplant sind um die 2.000 Projekte und Events mit rund 450 Kooperationspartnern - also beispielsweise mit Museen, Hochschulen, Stiftungen, Unternehmen, Initiativen, Schulen und Vereine.
"Wir wollen zeigen, wie durch Gestaltung unsere Lebensqualität verbessert werden kann. Und wir wollen die Menschen zum Mitmachen einladen", sagt Carolina Romahn, Geschäftsführerin der WDC Frankfurt Rhein-Main. Zudem solle darauf aufmerksam gemacht werden, welches kreative und innovative Potenzial in der Region stecke.
Die Auftaktveranstaltung ist am 16. Januar in der Darmstädter Centralstation - angekündigt hat sich unter anderem Ministerpräsident Boris Rhein (CDU). Die Gesamtkosten für das Projekt bezifferten die Veranstalter mit rund 16 Millionen Euro.