Mit den ersten warmen Tagen beginnt in Hessen die Wandersaison – und damit auch die Hochphase für jene, die meist im Hintergrund arbeiten: die Wegewarte. Sie sorgen dafür, dass Markierungen sichtbar bleiben, Schilder stimmen und Wanderer sicher ans Ziel finden.
Einer von ihnen ist Peter Lill-Hendriks. Der 69-Jährige ist seit sechs Jahren als Wegewart auf der rund 180 Kilometer langen Bonifatius-Route unterwegs, die die Domstädte Mainz und Fulda verbindet. Für mehr als ein Drittel der Strecke ist er zuständig und kontrolliert regelmäßig seine Abschnitte – zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Immer dabei: Aufkleber, Schilder, Hammer und Werkzeug.
Hinweise von Wanderern willkommen
Auch andernorts sind Ehrenamtliche im Einsatz. Im Wispertaunus kümmern sich Wegepaten um die Pflege der "Wisper Trails". Jeder der 16 Rundwege wird nach Angaben der Tourist-Information Lorch am Rhein zweimal jährlich kontrolliert. Der Bedarf an Helfern ist groß. "Ich spreche gezielt Menschen an, die wanderaffin sind", sagt Tourismusmitarbeiterin Christine Lukas. Besonders bewährt habe es sich, wenn sich zwei Ehrenamtliche einen Weg teilen. Auch Hinweise von Wanderern seien willkommen – sie lieferten oft wertvolle Anregungen, etwa bei lückenhafter Beschilderung.