Umwelt So oft hat in Hessen 2025 die Erde gebebt

Schwere Erdbeben sind für Hessen eher unwahrscheinlich - aber schwache Beben gibt es regelmäßig. (Symbolbild) Foto: Oliver Berg/
Schwere Erdbeben sind für Hessen eher unwahrscheinlich - aber schwache Beben gibt es regelmäßig. (Symbolbild) Foto
© Oliver Berg/dpa
Ein Beben im Taunusstein im Oktober 2025 war bis Wiesbaden spürbar – Schäden gab es keine. Wo die Erde in Hessen sonst noch (schwach) gewackelt hat.

In Hessen sind im vergangenen Jahr 130 Erdbeben registriert worden. Das stärkste ereignete sich am 24. Oktober 2025 bei Taunusstein mit einer Lokalmagnitude von 2,6, wie der Hessische Erdbebendienst des Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie in Wiesbaden mitteilte. "Es wurde im Taunus sowie im Stadtgebiet von Wiesbaden von mehreren hundert Personen wahrgenommen, führte jedoch zu keinen bekannten Schäden." Neben den natürlichen Erdbeben erfasste der Erdbebendienst mehrere hundert weitere seismische Signale - die etwa aus Steinbruchsprengungen stammen können.

Der Schwerpunkt der Erdbebentätigkeit in Hessen lag wie bereits in den Vorjahren westlich von Bad Schwalbach im Taunus an der Grenze zu Rheinland-Pfalz, wie die Experten erläuterten. In dieser Region wurden über 75 schwache Erdbeben mit einer Maximalmagnitude von 1,6 registriert. Weitere Erdbeben gab es unter anderem im Mittelrheintal, im Odenwald, im Hintertaunus und im Vogelsberg.

In Hessen treten statistisch gesehen pro Jahr mehrere mäßig starke Erdbeben auf, die örtlich von der Bevölkerung wahrgenommen werden können. Etwa einmal in zehn bis zwanzig Jahren ist in Hessen mit einem mittelstarken Beben zu rechnen, das zu Gebäudeschäden und Betriebsstörungen führen kann, wie die Experten erläuterten. Mit schweren Erdbeben sei in Hessen kaum zu rechnen.

dpa