Naturschutz Naturschutzprojekt für warme Lebensräume im Elbtal

Der BUND untersucht in einem Projekt trockene Lebensräume im sächsischen Elbtal (Archivbild). Foto: picture alliance / Arno Burg
Der BUND untersucht in einem Projekt trockene Lebensräume im sächsischen Elbtal (Archivbild). Foto
© picture alliance / Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa
In den sogenannten trockenwarmen Abschnitten des Elbtals leben Reptilien wie Zauneidechsen und Schlingnattern sowie seltene Schmetterlingsarten. Die Gebiete sollen nun noch besser geschützt werden.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) will in den kommenden sechs Jahren spezielle Lebensräume im sächsischen Elbtal untersuchen. Konkret geht es bei dem Vorhaben namens Xero um trockenwarme Standorte und ihre Vernetzung, teilte der BUND mit. Zum Untersuchungsgebiete gehören die Landkreise Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Meißen sowie die Stadt Dresden. Das Projekt werde über das Bundesamt für Naturschutz gefördert und von der Naturstiftung David unterstützt. 

Rückzugsräume für spezialisierte Tier- und Pflanzenarten

Nach Angaben des BUND finden an den sonnigen Hängen des sächsischen Elbtals zahlreiche spezialisierte Tier- und Pflanzenarten ihre Rückzugsräume. Die von Wärme geprägten Biotope seinen jedoch oft kleinflächig und voneinander isoliert. Mit dem neuen Programm sollen die wertvollen Lebensräume nun durch gezielte Maßnahmen miteinander verbunden werden. 

Oasen der Artenvielfalt

"Die trockenwarmen Lebensräume sind Oasen der Artenvielfalt – aber sie dürfen keine isolierten Inseln bleiben", betonte der sächsische BUND-Chef Felix Ekardt. Mit Xero schaffe man Verbindungen, die gerade in Zeiten des Klimawandels überlebenswichtig für die dort lebenden Pflanzen und Tiere sind.

Zu den typischen Bewohnern der trockenwarmen Lebensräume zählen Reptilien wie die Zauneidechse und die Schlingnatter sowie Schmetterlingsarten wie der Fetthennen-Bläuling und der Segelfalter. Darüber hinaus profitieren seltene Vogelarten wie Wiedehopf und Wendehals sowie zahlreiche Wildbienen- und Heuschreckenarten von den Projektmaßnahmen.

Flora und Fauna an Hitze angepasst

Laut BUND sind die trockenwarmen Biotope größtenteils durch traditionelle, extensive Nutzung entstanden. "Regelmäßige Mahd oder Beweidung führten zur Ausbildung artenreicher, magerer Offenlandflächen mit einer an Hitze und Trockenheit angepassten Flora und Fauna." Im Fokus stehen bei dem Vorhaben neben Trockenrasen auch  Streuobstwiesen, Steinbrüche, Lesesteinhaufen und Trockenmauern. Ein vierköpfiges Team soll die Maßnahmen umsetzen.

dpa

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