Am Frankfurter Flughafen sind im vergangenen Jahr so viele Sendungen mit Zierpflanzen, Obst und Gemüse kontrolliert worden wie noch nie. Insgesamt seien 32.898 Importsendungen abgefertigt worden und damit 36 Prozent mehr als im Vorjahr, erklärte Andreas Scharnhorst, Leiter der Grenzkontrollstelle am Flughafen, die vom Pflanzenschutzdienst des Regierungspräsidiums Gießen betrieben wird. "Das ist ein neuer Rekord. Die im Schnitt 90 Sendungen pro Tag kamen aus 89 unterschiedlichen Drittländern", sagte Scharnhorst. Mit den Kontrollen soll das Einschleppen gefährlicher Pflanzenschädlinge verhindert werden.
Beschäftigte arbeiten sieben Tage pro Woche und im Schichtbetrieb
Unter den kontrollierten Pflanzen und Lebensmitteln waren allein 230 Millionen Rosen sowie rund 5.450 Tonnen Mangos und 2.430 Tonnen Erdbeeren. Hochsaison haben die 16 Beschäftigten rund um den Valentinstag und kurz vor Weihnachten. Allein rund um den diesjährigen Valentinstag seien binnen zwei Wochen rund 19 Millionen Rosen an dem Drehkreuz angekommen.
Auch zahlreiche Sendungen mit Balkon- und Topfpflanzen wurden von den Beschäftigten geprüft, darunter im vergangenen Jahr allein 16,7 Millionen Weihnachtssterne. Die Kontrolleure arbeiten das ganze Jahr über werktags und auch am Wochenende im Schichtbetrieb, wie Scharnhorst erläuterte.
Mit Blick auf die überprüften Sendungen sei die Grenzkontrollstelle bundesweit die bedeutendste ihrer Art, mit weitem Abstand vor anderen Standorten wie dem Hamburger Hafen oder dem Flughafen Leipzig, erklärte Christian Hillnhütter, Leiter des für Hessen zuständigen Pflanzenschutzdienstes beim Regierungspräsidium Gießen. Die höhere Zahl der Importe ließ auch die Einnahmen bei der gebührenpflichtigen Pflanzenbeschau steigen, und zwar um 16 Prozent auf über 1,25 Millionen Euro.