3. Fußball-Liga Bericht: Polizei beendet Ermittlungen zu Pyro-Unfall

Ermittlungen der Polizei wegen des Pyro-Unfalls im September 2025 bei der Verabschiedung der Flutlichtmasten am Ostseestadion si
Ermittlungen der Polizei wegen des Pyro-Unfalls im September 2025 bei der Verabschiedung der Flutlichtmasten am Ostseestadion sind beendet. (Archivbild) Foto
© Jens Büttner/dpa
Bei einem Pyro-Unfall nach einem Drittliga-Spiel des FC Hansa wird ein Junge verletzt. Die Polizei schließt ihre Ermittlungen ab. Dass jemand zur Verantwortung gezogen wird, ist unwahrscheinlich.

Die Polizei hat nach einem Bericht der "Ostsee-Zeitung" ihre Untersuchungen zu dem Pyro-Unfall im Ostseestadion und der Verletzung einen Jungen abgeschlossen. Dass jemand die Verantwortung übernehmen muss, ist unwahrscheinlich. Täter seien nicht ermittelt worden, hieß es. Der Fall liegt nun bei der Staatsanwaltschaft. 

Nach dem Punktspiel des Fußball-Drittligisten Hansa Rostock gegen den TSV 1860 München (2:1) am 17. September vergangenen Jahres hatten die mehr als 24.000 Zuschauer stimmungsvoll Abschied von den vier Flutlichtmasten genommen, die seit 1970 Wahrzeichen des Ostseestadions waren.

Mehrere Personen verletzt

Bei der genehmigten Choreografie kam auch Pyrotechnik zum Einsatz. Dabei wurden vier Personen verletzt, darunter der neunjährige Junge. Er hatte schwere Verbrennungen an Kopf und Hand erlitten und musste in einer Spezialklinik behandelt werden. Hansa Rostock initiierte eine Spendenaktion für den Jungen, durch die laut "Ostsee-Zeitung" 3.500 Euro zusammenkamen. 

"Wer auf welchen Mast geklettert ist, konnte nicht ermittelt werden. Deshalb können wir nicht sagen, wer für die aufgetretenen Verletzungen verantwortlich ist", sagte Oberstaatsanwalt Harald Nowack der "Ostsee-Zeitung". Die Staatsanwaltschaft werde die polizeilichen Ermittlungsergebnisse prüfen.   

DFB verhängt Geldstrafe

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ermittelte ebenfalls gegen den Verein und belegt ihn mit einer Geldstrafe von 33.000 Euro. Grund: Eine Genehmigung des Feuerwerks durch die Kommission "Prävention & Sicherheit & Fußballkultur" des DFB sei nicht erfolgt.   

Kritik an der Aktion im September war auch aus dem Rostocker Rathaus gekommen. "Es gab für die Veranstaltung eine sprengstoffrechtliche Genehmigung. Diese umfasste jedoch lediglich zwölf Effekt-Handfackeln pro Flutlichtmast. Alle weiteren gezündeten pyrotechnischen Erzeugnisse, welche mutmaßlich für die Verletzungen ursächlich waren, wurden weder beantragt noch genehmigt", hatte ein Pressesprecher der "Ostsee-Zeitung" gesagt.

dpa