Der Betreiber des Rügener LNG-Terminals rechnet wegen der Eislage erst im Laufe der neuen Woche damit, dass ein schon länger wartender Gastanker das Terminal anlaufen kann. "Für die Ein- und Ausfahrt von LNG-Tankern zur Belieferung unseres Terminals muss die Fahrrinne gefahrlos passierbar sein", teilte ein Sprecher des Unternehmens Deutsche Regas mit.
Das Eis bringt Fahrwassertonnen derzeit teils von ihrer eigentlichen Position ab, teils geraten sie auch unter das Eis. Sie können dann zur Gefahr werden, weil die Tonnen oder ihre Verankerungsketten die Schiffe beschädigen könnten, etwa an der Schraube. "Beim Eisaufbruch können grundsätzlich Risiken bestehen, unter anderem durch unter dem Eis liegende Tonnen", hieß es vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ostsee (WSA).
Tonnen für Schifffahrt müssen lokalisiert werden
Der Sprecher des Terminalbetreibers teilte mit, wenn die Fahrwassertonnen hoffentlich Anfang der Woche lokalisiert werden könnten, müsse ein Eisbrecher die Fahrrinne vom Eis befreien.
"Ein aktueller Schwerpunkt der Eislage liegt östlich von Rügen", teilte das WSA mit. Dort befindet sich auch das LNG-Terminal. Der größte deutsche Ostsee-Eisbrecher, die "Arkona", steht laut WSA bei Bedarf zur Unterstützung der Schifffahrt zur Verfügung. Von einer umfassenden Entspannung der Eislage ging zuletzt aber weder das WSA noch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) aus.
Normalerweise werden die Slots am LNG-Terminal immer für eine Woche vergeben, hatte der Unternehmenssprecher zuletzt erklärt. Der aktuell am Terminal liegende Tanker "Maran Gas Nice" befindet sich aber inzwischen aber schon länger dort.
Der Gastanker "Minerva Amorgos" sollte regulär eigentlich schon am Terminal liegen. Nach einer Verschiebung konnte der Tanker aber nicht wie zeitweise geplant am vergangenen Donnerstagabend anlegen.
Zu den Auswirkungen auf die Einspeisung des Terminals machte der Betreiber keine Angaben. Sobald die Fahrrinne frei sei, könnten die LNG-Tanker das Terminal wieder im Regelbetrieb anlaufen.