Landesfinanzen
Land stopft Loch im Haushalt 2025 mit Griff in die Rücklage

Am Ende des Jahres 2025 klaffte in Mecklenburg-Vorpommerns Landeskasse ein Millionen-Loch, das nur mit einem Griff in die Rückla
Am Ende des Jahres 2025 klaffte in Mecklenburg-Vorpommerns Landeskasse ein Millionen-Loch, das nur mit einem Griff in die Rücklagen aus vergangenen, besseren Jahren gestopft werden konnte. (Symbolbild) Foto
© Monika Skolimowska/dpa

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Trotz verordneter Sparmaßnahmen im Lauf des vergangenen Jahres stand am Ende ein Millionenloch im Landeshaushalt. Noch waren Ersparnisse zum Stopfen da.

In Mecklenburg-Vorpommerns Landeshaushalt hat am Jahresende 2025 ein Loch im Umfang von 27 Millionen Euro geklafft. Es wurde mit einem Griff in die Rücklagen aus vergangenen, besseren Jahren gestopft, wie aus einer Mitteilung des Finanzministeriums hervorgeht. 

Die Steuereinnahmen lagen demnach drei Prozent oder 206 Millionen Euro unter den Erwartungen. Allerdings seien auch die Ausgaben für Personal und Zinsen niedriger ausgefallen als ursprünglich geplant, hieß es. An Personalkosten fielen demnach 71 Millionen Euro oder drei Prozent weniger an. Für Zinsen mussten den Angaben zufolge zehn Millionen Euro oder sechs Prozent weniger ausgegeben werden. 

Corona-Schutzfonds aufgelöst

Der zur Bewältigung der Corona-Pandemie aufgelegte, mit Hilfe von Krediten gebildete MV-Schutzfonds wurde Ende 2025 aufgelöst, wie es weiter hieß. Von den dafür aufgenommenen Krediten wurden demnach 17 Millionen Euro nicht benötigt und zurückgezahlt.

Wie das Finanzministerium weiter berichtete, hat das Land im vergangenen Jahr kräftig investiert, und zwar gut 1,8 Milliarden Euro. Der Anteil der Investitionen am Gesamthaushalt liege bei 16 Prozent. Um das Loch am Jahresende so klein wie möglich zu halten, waren die Ministerien verpflichtet worden, in ihren laufenden Haushalten zusammen 129 Millionen Euro zu streichen.

Finanzminister: Müssen weiter konsolidieren

"Der Haushaltsabschluss 2025 reiht sich ein in die schwierige Haushaltslage, in der sich alle Länder sowie der Bund befinden", bilanzierte Finanzminister Heiko Geue (SPD). Die Konsolidierungsanstrengungen müssten in Zukunft weiter intensiviert werden. Zur Konsolidierung können einerseits Sparmaßnahmen und andererseits höhere Einnahmen beitragen. 

Noch einmal kann das Land nicht in die Rücklagen greifen, um ein Haushaltsloch zu stopfen. Für die Aufstellung des Landeshaushalts 2026/2027 wurden dem Vernehmen nach die noch verbliebenen Ersparnisse weitgehend aufgelöst und überdies neue Kredite aufgenommen.

dpa