Unsichere Zukunft
Angst vor noch höheren Preisen: Deutsche haben kaum mehr Rücklagen

Rücklagen: Euro Münzen auf eine Tisch
Schwindende Rücklagen: In Deutschland zeigen die gestiegenen Preise der letzten Wochen Wirkung.
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Viele müssen hierzulande den Gürtel enger schnallen. Durch die hohen Preise derzeit sind die Rücklagen dramatisch geschrumpft. Bei vielen sind sie sogar aufgebraucht.

Die Sorge vor weiteren Preisanstiegen ist angesichts des jüngsten Ölpreisschocks groß bei Deutschlands Verbraucherinnen und Verbrauchern. Mehr als drei Viertel der 1.000 Teilnehmer einer Befragung für die Auskunftei Schufa aus dem März haben nach eigenen Angaben Angst, dass Preise allgemein anziehen werden. 76 Prozent fürchten, dass Strom und Sprit noch teurer werden.

Der Iran-Krieg hat das Leben in Deutschland sprunghaft verteuert. Massiv gestiegene Energiepreise katapultierten die Inflationsrate im März mit 2,7 Prozent auf den höchsten Stand seit Januar 2024. Zum Vergleich: Im Februar hatten die Verbraucherpreise um 1,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats gelegen. Erstmals seit Dezember 2023 verteuerte sich Energie – und zwar kräftig: Die Preise für Haushaltsenergie und Kraftstoffe lagen im März um 7,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, insbesondere für Kraftstoffe und Heizöl mussten die Menschen deutlich mehr zahlen. Die Bundesregierung versucht gegenzusteuern und verkündete Anfang dieser Woche, die Steuern auf Diesel und Benzin für zwei Monate um jeweils rund 17 Cent brutto pro Liter zu senken.

Die Rücklagen sind deutlich geschrumpft

Für viele Menschen wird es eng: Nur gut ein Fünftel (22 Prozent) der Haushalte hat der Umfrage zufolge nach eigener Einschätzung noch genügend Rücklagen, um steigende Lebenshaltungskosten abzufedern. Gut ein Drittel (36 Prozent) fürchtet, dass die finanziellen Polster nicht ausreichen werden. 16 Prozent haben ihre Rücklagen bereits aufgebraucht, 22 Prozent haben keine gehabt. 

„Die Menschen bekommen die Krise über höhere Preise direkt beim Einkaufen und Tanken zu spüren - vor allem die unteren Einkommensgruppen haben keine Rücklagen mehr, um dies abzufedern“, ordnete die Schufa-Vorstandsvorsitzende Tanja Birkholz die Ergebnisse der Umfrage ein.

Akr