Mecklenburg-Vorpommern
Fall Fabian: Staatsanwalt informiert über Ermittlungsstand

Die Tatverdächtige wurde im November verhaftet und sitzt seitdem in U-Haft. (Archivbild) Foto: Philip Dulian/dpa
Die Tatverdächtige wurde im November verhaftet und sitzt seitdem in U-Haft. (Archivbild) Foto
© Philip Dulian/dpa
Der gewaltsame Tod des achtjährigen Fabian aus Güstrow sorgte bundesweit für Bestürzung. Eine Tatverdächtige sitzt seit November in U-Haft. In dem Fall soll es am Montag neue Informationen geben.

Fünf Monate nach dem Tod des achtjährigen Fabian aus Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern will die Staatsanwaltschaft Rostock am Montag über den aktuellen Sachstand der Ermittlungen informieren. Dazu ist für den Vormittag eine Pressemitteilung geplant, wie die Behörde mitteilte. Weitere Details wurden nicht genannt. 

Seit November sitzt eine Frau in Untersuchungshaft, die in einem Dorf in der Nähe von Güstrow wegen dringenden Mordverdachts verhaftet wurde. Eine Haftprüfungsbeschwerde wurde abgelehnt und der Haftbefehl gegen sie vom Gericht bestätigt. Eine Anklage wurde bislang nicht erhoben. 

Fabians Leiche wurde am 14. Oktober entdeckt 

Der aus Güstrow stammende Fabian verschwand am 10. Oktober 2025. Seine Mutter meldete ihn am Abend bei der Polizei als vermisst. Eine großangelegte Suche startete. Die verbrannte Leiche des Achtjährigen wurde schließlich am 14. Oktober am Ufer eines Tümpels etwa 15 Kilometer südlich von Güstrow gefunden. 

Die Obduktion des Kindes ergab früheren Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge, dass der Junge Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Wie er starb, teilten die Ermittler bislang nicht mit. Der Leichnam sei vermutlich angezündet worden, um Spuren zu verschleiern. Die Polizei war seit der Entdeckung der Leiche mehrfach an den Fundort zurückgekehrt.

Bundesweit große Anteilnahme

Die bundesweite Anteilnahme war groß, auch in Güstrow selbst bewegte der Fall viele Menschen. Es fanden mehrere Trauergottesdienste statt, an denen Hunderte Menschen teilnahmen. Viele stellten Kerzen auf und legten Kuscheltiere nieder.

Nach mehreren Wochen baten die Behörden am 5. November in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" um Hinweise von Zeugen, die sich in der Zeit in der Nähe des späteren Fundorts aufgehalten hatten.

dpa