In der zweiten Nacht in Folge sind in Mecklenburg-Vorpommern Polarlichter zu sehen gewesen. Sie leuchteten noch am frühen Mittwochmorgen, wie auf Bildern etwa aus der Nähe von Altefähr auf Rügen zu sehen ist.
Bereits in der Nacht zu Dienstag waren bundesweit Polarlichter zu sehen gewesen. Verantwortlich dafür war ein sogenannter geomagnetischer Sonnensturm, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in der Nacht zu Dienstag mit. Wegen der Stärke des Sonnensturms seien die Lichter in der Nacht bis zu den Alpen zu sehen gewesen.
Polarlichter entstehen, wenn nach Eruptionen auf der Sonne Wolken aus elektrisch geladenen Teilchen Richtung Erde rasen. Vom schützenden Magnetfeld unseres Planeten werden sie zu den Polen gelenkt. In der oberen Atmosphäre treffen die geladenen Teilchen auf Luftmoleküle und regen sie an, Licht auszusenden - zu sehen als bunte, tanzende Lichter am Himmel.
"Nicht unbedingt unter eine Laterne stellen"
"Polarlichter werden ja in erster Linie durch die Sonne ausgelöst, durch die Wechselwirkung des Sonnenwindes mit der Erdatmosphäre beziehungsweise dem Erdmagnetfeld", erklärte Christian Fajkus. Hier gebe es aktuell viel Aktivität, sagte der Astronomielehrer, der einmal wöchentlich in der Astronomischen Station "Tycho Brahe" in Rostock arbeitet.
Zur Beobachtung empfiehlt Fajkus eine dunkle Umgebung. "Man sollte sich nicht unbedingt unter eine Laterne stellen oder nicht mitten in die Großstadt." Seine Kollegen und Kolleginnen hätten zuletzt mit den Blickrichtungen Nord und Nord-Ost Polarlichter beobachtet.
"Es ist auch sehr, sehr erfolgreich, mit dem Smartphone zu fotografieren, wenn man dort den Nachtmodus einstellt", empfahl Fajkus. Und wie stehen die Chancen in der kommenden Nacht? "Also meines Wissens soll es noch bis zum morgigen Tag gehen." Er wolle aber keine Prognosen aufstellen. Viel besser seien dazu etwa bestimmte Apps geeignet.