Die AfD wertet die leichten Verluste in der jüngsten Wahlumfrage zur Landtagswahl in MV nicht als Trend. "Wir nehmen die aktuelle Umfrage mit Gelassenheit zur Kenntnis. Genau vor einem Jahr stand die AfD bei 30 Prozent, trotz leichter Verluste stehen wir heute immer noch bei 35 Prozent", sagte AfD-Co-Landeschef Enrico Schult. Es sei nicht auszuschließen, dass das Gerangel um die Spitzenkandidatur zu leichten Verlusten geführt habe. Aber da gebe es nun ein klares Votum der Landespartei.
Die Stärke der AfD sei der direkte Bürgerkontakt über Infostände und Veranstaltungen. Den werde die Partei intensivieren und wieder Kurs auf die 40-Prozent-Marke nehmen, zeigte sich Schult sicher, der sich vorige Woche gegen den Chef der Schweriner AfD-Landtagsfraktion, Nikolaus Kramer, in einer Kampfabstimmung um Listenplatz eins durchsetze.
Laut der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des NDR käme die AfD, wenn am Sonntag gewählt würde, auf 35 Prozent der Stimmen und wäre damit weiter stärkste Partei in MV. Im September hatte die Rechtspartei aber noch bei 38 Prozent gelegen. Die SPD holte auf und steht laut Umfrage nun bei 25 Prozent, was einem Plus von sechs Prozentpunkten im Vergleich zum September entspricht.