Mercedes-Benz hat die Produktion des vollelektrischen GLC im Bremer Werk hochgefahren. Das sei ein neues Kapitel für den Standort, sagte Vorstandsmitglied Michael Schiebe. Das erste Modell für Kunden wurde im Januar fertiggestellt.
Rund 10.500 Menschen arbeiten in dem Werk, damit ist der Autobauer der größte private Arbeitgeber der Region. Der vollelektrische SUV läuft dort gemeinsam mit den GLC-Modellen mit Verbrennungsmotor und Hybridantrieb sowie dem EQE vom Band. Am Standort werden insgesamt elf Modelle gefertigt.
Gelingt dem Autobauer die Wende?
Mit dem neuen E-Auto hofft der Konzern, der Krise in der Autobranche etwas entgegensetzen zu können. Der Start sei gut angelaufen, sagte Schiebe. "In den ersten Monaten dieses Jahres haben wir so viele Bestellungen für den elektrischen GLC eingesammelt wie für noch kein anderes elektrisches Fahrzeug aus unserem Hause."
Mercedes kann einen Verkaufsschlager dringend gebrauchen. In den ersten drei Monaten dieses Jahres sank das Konzernergebnis um 17,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sackte dieses von 1,73 Milliarden Euro auf 1,43 Milliarden Euro ab, wie der Autobauer mit Hauptsitz in Stuttgart Ende April mitteilte.