Haustiere
Happy End nach elf Jahren ‒ Katze Perla wieder bei Familie

Nach Angaben des Tierheims war die inzwischen 18 Jahre alte Katze bereits im Jahr 2015 verschwunden. (Symbolbild) Foto: Helena D
Nach Angaben des Tierheims war die inzwischen 18 Jahre alte Katze bereits im Jahr 2015 verschwunden. (Symbolbild) Foto
© Helena Dolderer/dpa
Elf Jahre lang war Katze Perla verschollen – nun ist sie dank eines winzigen Chips wieder zu Hause. Wie ihr ungewöhnlicher Weg zurück zur Familie verlief.

Ein tierisches Happy End sorgt nicht nur in der Region Hannover für Freude: Elf Jahre nach ihrem Verschwinden ist die Katze Perla wieder zu ihrer Familie zurückgekehrt. Das Tier war Anfang April an einer Futterstelle in Hannover entdeckt und anschließend ins Tierheim Hannover mit Sitz in Langenhagen gebracht worden.

Eine ehrenamtliche Helferin habe die ältere Katze eingefangen und zunächst zu einem Tierarzt gebracht, sagte die stellvertretende Leiterin des Tierheims Hannover der Deutschen Presse-Agentur. Im Tierheim sei der Mikrochip des Tieres ausgelesen worden. Über das Haustierzentralregister Tasso habe sich herausgestellt, dass Perla in Polen registriert war.

 Halterin wurde über Register informiert 

Über das Register sei schließlich die Halterin informiert worden, die sich kurz darauf beim Tierheim gemeldet habe. Die Besitzerin habe sich zu diesem Zeitpunkt im Urlaub in Polen befunden und das Tier nach ihrer Rückkehr am vergangenen Samstag im Tierheim abgeholt, berichtete die stellvertretende Leiterin. Die Familie lebe in Deutschland, habe jedoch einen Bezug zu Polen.

Nach Angaben des Tierheims war die inzwischen 18 Jahre alte Katze bereits im Jahr 2015 verschwunden. Damals sei sie an einem Parkplatz an der Autobahn 2 nahe dem Silbersee in Langenhagen entlaufen und trotz intensiver Suche nicht wiedergefunden worden. Erst mehr als ein Jahrzehnt später kam es nun zu der überraschenden Wiedervereinigung.

Tierheim: Ohne Registrierung "für immer Fundtier ohne Geschichte"

Die Geschichte zeige eindrücklich, wie wichtig es sei, Haustiere nicht nur chippen zu lassen, sondern sie auch in einem Register zu erfassen, hieß es in einem Beitrag des Tierheims auf der Plattform Instagram. "Ohne die Registrierung hätten wir Perla niemals zu ihrer Familie zurückführen können und sie wäre vermutlich für immer ein Fundtier ohne Geschichte geblieben", hieß es dort weiter.

Nur mit einem registrierten Chip könne im Ernstfall eine eindeutige Zuordnung erfolgen und Tiere zu ihren Besitzern zurückgebracht werden – so wie nun nach elf Jahren die "ein bisschen strubbelige" Katze Perla.

dpa