Beim Göttinger Labor- und Pharmazulieferer Sartorius setzt sich die jüngste Erholung auch zu Jahresbeginn fort. In den ersten drei Monaten bis Ende März stieg der Umsatz um 1,8 Prozent auf 899,1 Millionen Euro, teilte das im MDax notierte Unternehmen in Göttingen mit. Bereinigt um Wechselkurseffekte lag das Plus bei 7,5 Prozent.
"Wie erwartet verläuft das Geschäft mit Anlagen und Instrumenten weiterhin verhalten, sollte sich aber in den kommenden Quartalen dieses Übergangsjahres verbessern. Gleichzeitig verzeichnet die Laborsparte wieder Wachstum", sagte Vorstandschef Michael Grosse laut Mitteilung.
Gegenwind aus den USA
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg in den ersten drei Monaten konzernweit um 1,6 Prozent auf 267,3 Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente Sartorius mit 56,2 Millionen Euro 16 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. "Unsere Marge hat sich im ersten Quartal trotz geopolitischer Spannungen, anhaltender makroökonomischer Unsicherheiten und Gegenwind durch Zölle robust gezeigt", sagte Grosse.
Sartorius hatte in der Corona-Pandemie von einer starken Nachfrage etwa für die Produktion von Impfstoffen profitiert. Danach litt das Unternehmen aber unter dem Abflauen des Booms und hohen Lagerbeständen bei Kunden, die inzwischen aber abgebaut sind.
Belegschaft wächst wieder
Sartorius hatte mit Einsparungen reagiert und Personal abgebaut. Inzwischen wächst die Belegschaft wieder. Das setzte sich auch im ersten Quartal fort: Bis Ende März wuchs die Zahl der Beschäftigten auf weltweit 14.242, das sind 200 mehr als drei Monate zuvor. Die Hälfte des Zuwachses - rund 100 Stellen - entfalle auf Deutschland, fügte Grosse hinzu. Vor allem in der Produktion sei Personal aufgebaut worden, um den Ausstoß zu erhöhen.
Für das Gesamtjahr bestätigte Grosse die im Februar ausgegebene Prognose. So soll der währungsbereinigte Umsatz um rund fünf bis neun Prozent steigen, die operative Rendite auf etwas mehr als 30 Prozent klettern. Im ersten Quartal lag sie noch knapp darunter: 29,7 Prozent.