Die Zahl der Arbeitslosen in Nordrhein-Westfalen ist im Januar im Vergleich zum Dezember um 30.999 auf 798.016 Menschen gestiegen. Die Arbeitslosenquote sei um 0,4 Prozentpunkte auf 8 Prozent gewachsen, teilte die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit in Düsseldorf mit. Vor einem Jahr lag die Quote bei 7,9 Prozent. Die Bundesagentur griff für die Statistik auf Datenmaterial zurück, das bis zum 14. Januar vorlag.
Zu Jahresbeginn nimmt die Arbeitslosigkeit aus saisonalen Gründen besonders deutlich zu. Im Januar melden sich viele Menschen arbeitslos, deren befristete Verträge zum Ende des Jahres ausgelaufen sind. Hinzu kommen wetterbedingte Einschränkungen in Außenberufen sowie abgeschlossene Ausbildungen.
Der NRW-Regionalchef der Bundesagentur für Arbeit, Roland Schüßler, sieht "Licht und Schatten". Im Januar nahmen zehn Prozent mehr Menschen eine neue Beschäftigung auf als ein Jahr zuvor. Etwas höher war jedoch auch die Zahl derer, die sich arbeitslos gemeldet haben. Dabei zeigen sich regional deutliche Unterschiede. In Höxter sank die Arbeitslosigkeit zuletzt innerhalb eines Jahres um 10,3 Prozent, in Wuppertal stieg sie derweil um 12,5 Prozent.
Mehr Erwerbstätige 2025
In NRW waren im Januar 127.146 offene Stellen gemeldet und damit 0,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Besonders gefragt sind weiterhin Fachkräfte. Auch für sie sei die Situation jedoch schwieriger geworden, sagt Schüßler. Die angespannte Lage in der Wirtschaft belastet den Arbeitsmarkt. Der Regionalchef geht davon aus, dass im Februar wieder die Zahl von 800.000 Arbeitslosen überschritten werden könnte. Dies war zuletzt im August der Fall.
Laut Landesstatistikamt IT.NRW waren im vergangenen Jahr insgesamt 9,84 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen erwerbstätig - 0,2 Prozent oder 15.500 mehr als im Vorjahr. Den größten Zuwachs verzeichnete der Dienstleistungssektor, im produzierenden Gewerbe waren die Zahlen rückläufig.