Auch die Bevölkerung in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf hat grünes Licht für eine Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 gegeben. Nach dem vorläufigen Endergebnis votierten 67,24 Prozent im Bürgerentscheid mit Ja. In Düsseldorf sollen etwa an der Messe, der Merkur-Spiel-Arena sowie auf den Rheinweisen Wettbewerbe in zahlreichen Sportarten stattfinden.
Bisher haben auch 12 weitere Städte mit einer Mehrheit für Ja gestimmt. Offen sind noch die Ergebnisse aus Köln, Aachen und Bochum. Auch in Herten sprachen sich mehr als 70 Prozent für eine Bewerbung aus. Dabei wurde aber das erforderliche Quorum verfehlt, da insgesamt nur 12,55 Prozent der Abstimmungsberechtigten zustimmten – nötig gewesen wären 15 Prozent. Damit fällt Herten, wo gemeinsam mit Recklinghausen Mountainbike-Wettbewerbe vorgesehen waren, vollständig aus der NRW-Bewerbung heraus.
Konkurrenz aus München, Hamburg und Berlin
Insgesamt hatten 17 Kommunen in Nordrhein-Westfalen per Bürgerentscheid darüber abgestimmt, ob sie sich an der Bewerbung "KölnRheinRuhr" für die Austragung Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 beteiligen wollen. Mehr als vier Millionen Wahlberechtigte hatten die Möglichkeit, ihre Stimme per Briefwahl abzugeben. Das Endergebnis aus allen Städten soll am späteren Sonntagabend verkündet werden.
Eine Zustimmung zur Bewerbung ist noch keine Entscheidung für Sommerspiele in NRW. Parallel bewerben sich auch München, Hamburg und Berlin für eine Ausrichtung. Münchens Projekt hatte schon im Herbst des Vorjahres eine unerwartet deutliche Zwei-Drittel-Mehrheit (66,4 Prozent) bei einem Bürgerentscheid erzielt und die Konkurrenz unter Druck gesetzt.