Fernsehen
WDR plant ein Wiedersehen mit "Zimmer frei!"

Götz Alsmann und Christine Westermann waren Gastgeber der Kult-Show "Zimmer frei!". (Archivfoto) Foto: picture alliance / dpa
Götz Alsmann und Christine Westermann waren Gastgeber der Kult-Show "Zimmer frei!". (Archivfoto) Foto
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"Zimmer frei!" kreuzte Talk mit herrlichem Quatsch - und fand so sehr viele Fans. 30 Jahre nach dem Start plant der WDR zwar keine neue Folge - aber ein frisches Special zu seiner einstigen Kult-Show.

1996 gestartet, 2016 beendet - aber immer noch eine Kult-Sendung: Der WDR plant ein Wiedersehen mit seiner Show "Zimmer frei!". Eine neue Folge sei zwar nicht vorgesehen, wohl aber ein Rückblick mit dem Moderationsduo Christine Westermann (77) und Götz Alsmann (68), teilte der Sender in Köln mit. Ein Sendetermin für das Special stehe aber noch nicht fest. "Zimmer frei!" wäre in diesem Jahr 30 Jahre alt geworden.

Geplant sind nach WDR-Angaben "90 Minuten Dokutainment" im WDR-Fernsehen und der ARD-Mediathek. Herzstück des Formats sei ein "besonders persönliches Interview" mit den beiden Gesichtern der Show. Mit dabei seien neben Alsmann und Westermann auch Cordula Stratmann, "Tagesschau"-Sprecher Jens Riewa, Moderator Jörg Thadeusz und Schauspieler Edin Hasanovic. Im Anschluss an dieses Format soll es auch noch zwei Best-of-Sendungen geben.

Start als Pausenfüller

"Zimmer frei!" war 1996 im WDR auf Sendung gegangen. Die Show war ursprünglich als Pausenfüller im Sommerloch gedacht, fand aber rasch viele Fans und lief dann bis 2016 weiter. Das ursprüngliche Konzept drehte sich um die fiktive Suche nach einem WG-Zimmer für prominente Gäste, wobei dieses Thema mit der Zeit in den Hintergrund rückte. Die Promis konnten sich in mitunter abstrusen Spielen zum "Vollhorst" (Zitat Anne Will) machen, behielten dabei aber stets eine Rest-Würde. Dazu führte Westermann oft sehr berührende Interviews mit ihnen.

Das Aus im Jahr 2016 hatte der WDR damit begründet, dass es "Zeit für Neues" sei. Die Entscheidung sei mit den Moderatoren gemeinsam getroffen worden. Westermann äußerte sich später allerdings auch kritisch dazu. In einem "Bild am Sonntag"-Interview brachte sie die Einstellung des Formats mit ihrem Alter in Verbindung. 

Alsmann wiederum erklärte vor fünf Jahren, dass er nicht glaube, dass eine Sendung wie "Zimmer frei!" heute noch große Chancen hätte. "Dazu ist der Einfluss stets beleidigter und empörter Social-Media-Teilnehmer einfach zu groß geworden", so seine Begründung.

dpa