Obduktion
Tiefgekühlte Frauenleiche weist mehrere Verletzungen auf

Woran die junge Frau starb, ist unklar - ihre tiefgekühlte Leiche wies mehrere Verletzungen auf. (Archivbild) Foto: Christian Mü
Woran die junge Frau starb, ist unklar - ihre tiefgekühlte Leiche wies mehrere Verletzungen auf. (Archivbild) Foto
© Christian Müller/dpa
Eine junge Frau wird tot in der Tiefkühltruhe ihrer Wohnung entdeckt. Bei der Obduktion werden mehrere Verletzungen festgestellt - doch woran sie starb, können die Ermittler noch nicht genau sagen.

Nach der Obduktion der Leiche einer 28-Jährigen, die in einer Tiefkühltruhe in Bielefeld gefunden worden war, steht die Todesursache noch nicht fest. Die Untersuchung habe diverse Verletzungen am Tatopfer ergeben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Aus kriminaltaktischen Erwägungen wolle man derzeit keine Einzelheiten dazu veröffentlichen, hieß es weiter. 

Zur Ermittlung der sicheren Todesursache seien allerdings weitere wissenschaftliche Untersuchungen notwendig. Weil der Leichnam in einer Tiefkühltruhe gelagert worden sei, könnten sich auch an den Verletzungen Veränderungen ergeben haben, hieß es zur Erklärung. 

Leichnam musste behutsam aufgetaut werden

Der Bruder der Toten hatte am Sonntagabend die Polizei verständigt, weil er die Leiche seiner 28-jährigen Schwester in der Tiefkühltruhe ihrer Souterrainwohnung in einem Mehrfamilienhaus entdeckt habe. Eine Mordkommission nahm die Ermittlungen auf. Weil die Leiche zur Erhaltung von Spuren besonders behutsam aufgetaut werden musste, fand die rechtsmedizinische Untersuchung erst jetzt statt. 

Bislang gebe es noch keinen konkreten Tatverdacht gegen eine bestimmte Person, sagte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage. Die Mordkommission ermittle weiter in alle Richtungen. Auf einen Aufruf an Freunde, Bekannte und Kontaktpersonen des Opfers, sich an die Polizei zu wenden, hätten sich bislang nur wenige gemeldet. "Diesen Aufruf wiederholen wir daher auch noch einmal", sagte die Polizeisprecherin. Es gehe darum, möglichst viel über das Umfeld der Toten herauszufinden.

dpa