In Nordrhein-Westfalen starten die schriftlichen Abiturprüfungen - allerdings mit deutlich weniger Schülerinnen und Schülern als in den vergangenen Jahren. Nur rund 30.000 Schülerinnen und Schüler legen dieses Jahr ihr Abitur in NRW ab. 2025 nahmen mit rund 78.000 noch mehr als doppelt so viele junge Menschen an den Abiturprüfungen teil. Der vorläufig ermittelte Abi-Notendurchschnitt lag im vergangenen Jahr bei 2,37.
Grund für die geringe Zahl an Abiturientinnen und Abiturienten in diesem Jahr ist die Rückkehr von der achtjährigen Gymnasialzeit (G8) zu neun Jahren (G9) an den meisten Gymnasien in NRW. Der letzte G8-Jahrgang hatte 2025 das Abitur abgelegt. Der nachfolgende Jahrgang ist bereits im G9-Modus und macht erst 2027 Abitur. Dann werde die Zahl der Abiturienten an allen Schulformen voraussichtlich wieder auf rund 70.500 steigen, so das Ministerium.
Berufskollegs starten später
Zunächst starten rund 22.000 Abiturienten an 494 öffentlichen und privaten Gymnasien, Gesamtschulen, Weiterbildungskollegs und Waldorfschulen. Für etwa 8.000 junge Menschen an den 231 Berufskollegs in NRW beginnen die Abiprüfungen am 22. April.
Bei der Auswahl der Prüfungsaufgaben beteiligt sich NRW seit 2017 am gemeinsamen Aufgabenpool der Länder. Dies gilt für die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch sowie seit 2025 auch für Biologie, Chemie und Physik. Der gemeinsame Aufgabenpool soll die Vergleichbarkeit und Qualität der Abiturprüfungen bundesweit sichern.
Die achtjährige Gymnasialzeit (G8) war in NRW 2005 eingeführt und nach anhaltender Kritik seit dem Schuljahr 2019/20 mit den Jahrgangsstufen 5 und 6 wieder rückabgewickelt worden.