Kriminalität Prozessbeginn: Mann soll Frau getötet und einbetoniert haben

Das Landgericht verhandelt die Mordanklage. (Archivbild) Foto: Thomas Frey/dpa
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Mit einem Messer soll ein 31-Jährige auf seine getrennt lebende Ehefrau eingestochen haben. Laut Anklage versteckte er dann ihre Leiche. Nun muss er sich der Tatverdächtige vor Gericht verantworten.

Gegen einen 31 Jahre alten Mann, der seine Frau getötet und einbetoniert haben soll, hat am Landgericht Koblenz der Prozess begonnen. Am ersten Tag wurde die Anklage verlesen, wie eine Gerichtssprecherin bestätigte. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, seine getrennt lebende Ehefrau aus Habgier, heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen getötet zu haben.

"Der Angeklagte soll die Tötung sowie auch die anschließende Beseitigung der Leiche sorgfältig und detailliert geplant haben", hieß es in einer früheren Mitteilung vom Gericht. Die Frau soll während des Scheidungsverfahrens finanzielle Forderungen gestellt und angestrebt haben, die Umgangsregelung mit dem gemeinsamen Kind zu ändern.

Vorbereitete Grube?

Der deutsche Angeklagte soll die 31 Jahre alte Frau im Juli 2025 gezielt unter einem Vorwand in das von ihm bewohnte Haus in Bad Neuenahr-Ahrweiler gelockt haben. Dort soll er sie laut Anklage mit mehreren Messerstichen getötet haben. Die Leiche habe er dann in die vorbereitete Grube gelegt, diese mit Schnellbeton verschlossen und die Oberfläche später mit Fliesen bedeckt, hieß es. Im Prozess sind noch Fortsetzungstermine bis Mitte Februar angesetzt.

Solche Gewaltverbrechen werden auch als Femizid bezeichnet. Femizid bedeutet, dass Frauen aufgrund ihres Geschlechts getötet werden – also weil sie Frauen sind. Als häufigste Form gilt die Tötung von Frauen durch Partner oder Ex-Partner.

dpa